Erinnerung an alten Flöz

Die Straße Girondelle wurde am 4. November 1966 benannt, sie führt von Am Langen Seil im Bogen dorthin zurück. Der Name der Wohnstraße geht auf den Bergbau zurück, Girondelle ist der Name eines Kohlenflözes. Das Flöz hat seinen Namen wahrscheinlich von seinem ersten Abbauort, dem damaligen Gyrendel, einem Tal zwischen Essen-Werden und -Heisingen, wobei „Gyrendel“ mundartlich für „Geiertal“ stand. Der Bartgeier ist erst in den 1860er Jahren in Deutschland ausgestorben.

Die Zeche Vereinigte Girendelle war ein Betrieb des frühen Ruhrbergbaus und auch unter dem Namen Zeche Vereinigte Girondelle oder Zeche Vereinigte Gyrendelle bekannt. Vor 1780 wurde die Zeche Gierendelle in vier Bergwerke aufgespalten. Die letzten bekannten Förderzahlen des Bergwerks stammen aus dem Jahr 1842, es wurden 23 455 preußische Tonnen Steinkohle abgebaut. Die letzten bekannten Belegschaftszahlen stammen von 1858, damals arbeiteten 16 Bergleute auf dem Bergwerk.