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Ifak feiert Abschluss

Erfolgreiches Förderprojekt

06.02.2010 | 08:00 Uhr
Erfolgreiches Förderprojekt

Mit 250.000 Euro hat die Aktion Mensch die 'Mobile Förderwerkstatt# unterstützt und so überhaupt erst ermöglicht.

Dass diese Kinder Spaß haben, zeigen sie mit ihrem Körper und vor allem ihren kräftigen Stimmen. Da, wo einst Gewerkschafter nie ohne verstärkendes Mikro sprachen, schaffen es die Kinder der Mobilen Förderwerkstatt der Ifak am Freitag ganz ohne Lautsprecher. Der Refrain ihres selbst einstudierten Rap-Songs, sagt viel über dieses Projekt aus: „Wir gehen diesen Weg gemeinsam”. Im alten IG-Metall-Saal feierten Kinder, Eltern und Betreuer den Abschluss des Projektes.

Gebastelt haben sie bunte Obeliske, leuchtende Papierlaternen, Schneelandschaften mit Papp-Pinguinen, und auf der Bühne spielen sie Symphoniker oder die ganz Kleinen tanzen als Weihnachtsmänner über die Bühne. Besonders auffällig ist, dass viele Eltern, der Kinder und Jugendlichen, die meist einen ausländischen Hintergrund haben, an diesem Nachmittag gekommen sind, um gemeinsam zu feiern. Für drei Jahre finanzierte die „Aktion Mensch” das Förderprojekt für Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren aus sozial benachteiligten Familien. Mit 250 000 Euro wurden Förderaktionen in den Bereichen Sport, Kreativ, Theater und Medien ermöglicht. Aber diese Zeit ist im März zu Ende.

„Diese Förderung ist gut und wichtig für die Entwicklung dieser Kinder. Wir hätten gerne noch weiter gearbeitet, haben aber trotzdem eine Menge auf die Beine gestellt”, so Projektleiterin Esra Tekkan-Keskin, die gemeinsam mit zwei weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern und zwölf Honorarkräften die Arbeit gestemmt hat. Rund 100 Kinder haben teilgenommen. Es ging bei dieser Förderung eben nicht um die klassische Nachhilfestunde, vielmehr sollten die Eltern mit eingebunden werden und die Stärken der Kinder abseits rein schulischer Anforderungen aktiviert werden.

Dabe gab es eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Kinder- und Jugendtreffs und Kindergärten in den Stadtteilen Stahlhausen, Hamme, Hustadt, Steinkuhl und Dahlhausen.

Mit dem Projekt zeigte der Verein Ifak, der sich seit über 30 Jahren um die Integration von Migranten in Bochum kümmert, dass es abseits der klassischen Wege der Sozialarbeit Wege gibt, um Kinder zu begeistern und ihnen wieder neues Selbstwertgefühl zu geben.

„Wir können bei vielen Familien einfach nicht mehr von normalen Lebenssituationen ausgehen”, erklärte Esra Tekkan-Keskin zum Hintergrund. Vielfach seien Eltern, auch wegen oft mangelnder sprachlicher Fähigkeiten eben nicht in der Lage, ihre Kinder angemessen zu unterstützen. Die Sozialpädagogin sieht es daher als nötig an, dass solche oder ähnliche Projekte zum Standard werden.

Die Feier der „Multi-Cool-Tour” zeigte, dass es gar nicht so schwer ist, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Womöglich gelingt es den Machern, die eine oder andere Idee über die Förderzeit hinaus weiter zu verfolgen.

Michael Weeke

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