Erbstollen-Park in Weitmar-Mark nimmt konkrete Form an

Vertreter von BW Weimar 09 vor ihrem Vereinsheim. Im Hintergrund der Rasenplatz.
Vertreter von BW Weimar 09 vor ihrem Vereinsheim. Im Hintergrund der Rasenplatz.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Seit Jahren feilen die Fußballer von BW Weitmar 09 an der Neugestaltung der Bezirkssportanlage in Mark. Gestern stellten sie die aktuelle Planung vor.

Weitmar-Mark.. Im Gespräch ist er schon seit Jahren, nun nimmt der Erbstollen-Park konkrete Form an. Lange haben die Fußballer von BW Weitmar 09 an der Neugestaltung der städtischen Bezirkssportanlage Roomersheide gefeilt, gestern stellten sie die aktuellen Planungen vor. Kurzum: Der Fußballverein will einen Teil des Geländes an die Allgemeinheit abtreten und künftig nur noch mit einem statt der bisherigen zwei Plätze auskommen, den man sich dann mit Leichtathleten und Schulen teilt.

„Dieses Konzept ist in Deutschland einmalig“, freut sich der Vereinsvorsitzende Achim Rendelsmann. Die Grundidee erklärt Johannes Bühlbecker, der nicht nur zweiter Vorsitzender ist, sondern praktischerweise auch Architekt: „Wir meinen, dass hier mehr als zwei Hektar Land in allerbester Lage für ganz Weitmar-Mark nutzbar gemacht werden müssen.“ Der Erbstollen-Park soll den Menschen offen stehen und die Situation des organisierten Sports verbessern.

Dazu soll im unteren Bereich anstelle des Rasenplatzes ein Kunstrasenplatz mit moderner Kunststofflaufbahn entstehen. „2000 Stunden im Jahr wird hier Fußball gespielt“, sagt Präsident Achim Rendelsmann, „das hält nur Kunstrasen aus.“ Der obere Bereich, wo die Stadt noch bis Ende Mai den Aschenplatz saniert (wir berichteten), wird laut Planung komplett der Öffentlichkeit geöffnet. Schon der Eingang zum Erbstollen-Park oben an der Heinrich-König-Straße soll einladend umgestaltet werden; angefangen beim seit Jahren gesperrten Kinderspielplatz.

Von dort gelangt man auf eine etwa 130 Meter lange Promenade mit Sport- und Freizeitangeboten (Kleinfeld, Bouleplatz, Fitnessgeräte etc.) für Jung und Alt. Am Vereinsheim ist ein Biergarten mit Sonnenterrasse angedacht. Besonderer Blickfang: Ein rotes Sitzmöbel soll sich wie ein Band über das Gelände schlängeln.

Für Sportanlage und Erbstollen-Park veranschlagt der Klub jeweils ca. 900 000 Euro. Zur Gegenfinanzierung soll ein Streifen des Aschenplatzes für Wohnbebauung abgetreten werden. Architekt Bühlbecker könnte sich dort zwölf Einfamilienhäuser vorstellen.

Die Unterstützung der Politik ist Blau-Weiß gewiss

Ob die Rechnung aufgeht? Die Unterstützung der Politik ist Blau-Weiß immerhin gewiss. „Man kann nur begrüßen, wenn sich Bürger Gedanken um die Stadtentwicklung machen“, lobt etwa Bezirksbürgermeister Marc Gräf (SPD). Nachdem schon in der jüngsten Bezirksvertretungssitzung über das Projekt diskutiert wurde, sieht er gute Chancen, bei der nächsten Zusammenkunft zu einem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan zu gelangen. Doch auch dann wird es noch ein paar Jahre bis zur Realisierung dauern.

Dass Steuergelder in dieses Projekt fließen, glaubt Marc Gräf in Zeiten leerer Kassen nicht. Johannes Bühlbecker befürchtet allerdings, dass es ohne nicht gehen wird. „Auch wir als Verein werden uns beteiligen müssen.“

Stadt nicht informiert

Offiziell informiert wurde die Stadt über die Idee des Erbstollen-Parks bisher nicht.