Epilepsie: Mehr Hilfen für Kinder

Seit Ende 2014 werden im Knappschaftskrankenhaus Langendreer nicht mehr nur Erwachsene, sondern auch Kinder mit Epilepsie operiert, damit sie nach der chirurgischen Entfernung des Anfallsherds im Gehirn unbeeinträchtigt aufwachsen können. Möglich wird das durch die Kooperation mit der Uni-Kinderklinik Bochum und der Kinderklinik im Marienhospital Witten.

Beispielhaft ist die 13-jährige Mariam. Bis zu ihrer Operation erlitt sie täglich Serien epileptischer Anfälle. „Entweder wurde sie gerade von Anfällen außer Gefecht gesetzt oder ihr Körper war damit beschäftigt, sich davon zu erholen“, sagt Oberarzt Dr. Marec von Lehe, Spezialist für Epilepsiechirurgie.

Für jeden Patienten mit einer medikamentös nicht behandelbaren Epilepsie, egal ob Erwachsener oder Kind, sollte an einem Epilepsiezentrum überprüft werden, ob er von einem chirurgischen Eingriff profitieren kann. Wenn sich dieses bestätigt, wird die kleinste mögliche Operation angewendet, im besten Falle nur einer Verödung des Anfallsherdes. Die Operation bei Mariam sei gut verlaufen, teilt die Klinik mit. „Die Chancen stehen gut, dass Mariam sich jetzt ungestört von Anfällen entwickeln kann.“