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Kulturhauptstadt

Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich

19.02.2010 | 16:57 Uhr
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich

Bochum. Was ist im Kulturhauptstadtjahr in Bochum los? Darüber informiert ein Programmheft, das jetzt vorgestellt wurde. Das vielfältige Angebot kam nicht zuletzt durch das Engagement der Bürger zustande.

Stell Dir vor, es ist Kulturhauptstadt, und alle machen mit. Mit großem bürgerlichen Engagement und einer Vielzahl von privaten Initiativen ist es gelungen, ein ungemein farbiges Bochumer Programm für das große Jahr im Revier auf die Beine zu stellen.

Im "Schwarzen Diamanten"

Darüber freuten sich während einer Pressekonferenz Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz und Kulturdezernent Michael Townsend. Das Programmheft, in dem anhand eines ausführlichen Kalendariums die einzelnen „Ruhr 2010”-Projekte beschrieben sind, tröstet alle Beteiligten darüber hinweg, dass durch die Haushaltssperre die städtebaulichen Neuerungen nicht verwirklicht werden können.

Die Pressekonferenz im „Schwarzen Diamanten” des Bergbau-Museums war denn auch eine Stunde des gegenseitigen Zuspruchs und Trostes: So bedauerte OB Scholz selbsredend, dass „viele Projekte in diesem Jahr nicht zu Ende gebracht werden”, doch immerhin „sei der Anstoß dafür gegeben”. Und Michael Townsend unterstrich, „dass das Viktoriaquartier nach wie vor auf der Agenda bleibe”. Der Dezernent: Dieses Kultur- und Kreativzentrum „schafft Attraktivität und wir halten es nach wie vor für wichtig”.

Optisch ansprechendes Heft

Dann allerdings wandte sich der Kulturdezernent dem Naheliegenden zu und blätterte im Programmheft im Vierfarb-Druck. Die optisch ansprechende Broschüre versammelt alle Projekte und Veranstaltungen, die finanziell gesichert sind: 180 an der Zahl. Das reicht von der Theater-Odyssee am 27. Februar, mit der das Kalendarium beginnt, über den neuen FullDome-Projektor im Planetarium bis zur Eröffnung der Autobahnkirche Ruhr. Diese drei Beispiele sind natürlich willkürlich gewählt: zu vielfältig ist die „Ruhr 2010”-Palette, als dass man sie unter ein Motto oder auf einige wenige Kategorien beschränken könnte.

Auf dem Umschlag ist ein junges Mädchen abgebildet, dass sich den Buchstaben „A” vor den geöffneten Mund hält. Dieses überraschte und erfreute „Aah!” solle sich auch auf die Besucher des Bochumer 2010-Programms übertragen. So wünschte es sich jedenfalls OB Scholz. Sie hoffe, dass der Tourismus im Kulturhauptstadtjahr die Region und damit auch Bochum „neu für sich entdecken” werde.

Werner Streletz

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Kommentare
21.02.2010
02:23
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von Jennis Spielmann | #14

Wenn es etwas Neues gibt, bitte ich, das zu verkünden. Bis daher bleibt im meinem Merken Bochum als zu hoch verschuldet.
Nur Verwaltung und Politik: Weiter so.
Bis ins Unendliche.

20.02.2010
17:49
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von Staufenberg | #13

Wenn eine Stadt bankrott ist, dann ist sie bankrott! Da hilft auch keine Broschüre! Die Lösung: Stadtrat auflösen, Oberbürgermeister des Amtes entheben und einen Insovenzverwalter bestellen. Ich glaube, dann werden die verantwortlichen Hobby-Politiker mal wach! Denn die sind nämlich Schuld am Desaster!!!

20.02.2010
14:35
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von Oma Bochum 33 | #12

Hi Opa 4711,der Lidl ist doch super,bist Du schon mal drin gewesen?Man muß da nur mit Käse etwas vorsichtig sein!Das habe ich gestern im Radio gehört!Und die Bude neben dem Union an der die Echteverkauft wird ist auch nicht zu verachten!Voll die kulturelle Ecke,woll?

20.02.2010
14:09
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von OpaBochum4711 | #11

Wir haben doch einen neuen Liedl im KulturQuartier!

Wenigstens etwas!

20.02.2010
13:45
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von Oma Bochum 33 | #10

@8,im Prinzip ist es genauso gedacht,wie Sie geschrieben haben,der einzige Haken bei der
ganzen Sache ist,das es bald schon keineBand - und Fabrikmalocher mehr geben wird.

20.02.2010
13:42
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von Oma Bochum 33 | #9

@7,meinen Sie vielleicht die Belege,Kicher,kicher!

20.02.2010
12:23
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von bochdirekt | #8

Diese rumgegacker um Kultur und Ruhr 2010

überall fehlt es an allem, Kindergärten Kitas und nachhilfe für Lernschwache Malocherkindern.

Unsere Straßen verkommen immer mehr, für Recht Ordnung und Sauberkeit ist kein Geld da.

Kult Multi, schön schön, was wir hier in Bochum brauchen sind Arbeitsplätze und nicht ständige Spezialitätentreffen wo sich die ot Couture sattfressen kann und ein auf Schicki Micky machen kann.

Der Bandarbeiter oder Fabrikmalocher kann sich das alles sowieso nicht Leisten, und es kommt mir immer mehr so vor das dass auch nicht gewollt ist, dort sollen nur Intalektuelle sich Treffen, und der Malocher soll gefälligst Arbeiten gehen.

20.02.2010
12:20
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von muahaha | #7

Wo sind eigentlich die beläge aus dem Keller hin?

20.02.2010
11:23
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von ein Kritiker | #6

Na gut, das Heft sieht professionell aus, gar keine Frage. Aber: es beginnt mit dem Konzerthaus, das doch eigentlich vom Tisch ist. Zudem stelle ich mir die ganze Zeit die Frage, welche Projekte den überhaupt ZUSÄTZLICH sind, und nicht sowieso schon im Bochumer Kulturprogramm verankert waren. Ok, Odyssee ist neu, das Henze Projekt, na ja, hätte man auch so machen können, A40 - kein Kommentar. ABer der Rest: Musiksommer, Zeltfestival, Bochum Total, MELEZ, Kemnade International, Fidena, etc. sind Programme, die 2010 auch ohne die RUHR2010 stattgefunden hätten. In Bochum passiert daher kaum etwas!

20.02.2010
05:01
Engagierte Bürger machen Ruhr.2010-Programmheft möglich
von Millionen verschwendet | #5

@Staufenberg:

Stimmt. Aber es kommt noch ärger: Während für die Ruhr 2010 insgesamt 65 Millionen € in diesem jahr (darin enthalten Gehälter für zwei Geschäftsführer und sieben! Direktoren) verschwendet werden, müssen in vielen revierstädten Musikschulen schließen, Theater wie in Wuppertal zumachen. Das kommt einfach davon, wenn Politiker Tagträumen nachgehen; dann wollen sie auch ein Konzerthaus bauen, ohne dafür das nötoge Kleingeld zu haben.

Wie gut, dass Gröhlemeier stöhnt: Ich hab die Ruhr....Oder so ähnlich. Da freuen sich wenigstens die Gastroentrologen.

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