Ende mit Ente: BO-Kulinarisch-Gründer tritt bald ab

Die Ente ist sein Markenzeichen: Helmut Wicherek gibt das Haus Oekey zum Jahresende auf. Im August ist er letztmals bei Bochum Kulinarisch dabei.
Die Ente ist sein Markenzeichen: Helmut Wicherek gibt das Haus Oekey zum Jahresende auf. Im August ist er letztmals bei Bochum Kulinarisch dabei.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Helmut Wicherek nimmt Abschied: Mit seinem Haus Oekey ist er zum letzten Mal bei Bochum Kulinarisch dabei. Das Lokal schließt zum Jahresende.

Bochum.. Ende mit Ente: Helmut Wicherek gibt zum Jahresende das Haus Oekey auf. Zuvor tischt er im August zum letzten Mal bei Bochum Kulinarisch auf: dem Freiluft-Festival, das er vor 26 Jahren mit gegründet hat.

Der Abschied tut weh. „Es ist nicht einfach“, sagt der 72-Jährige und schämt sich seiner Tränen nicht. Gesundheitlich schwer angeschlagen, muss Helmut Wicherek sein Traditionslokal Auf dem Alten Kamp in Altenbochum in wenigen Monaten schließen. Seit 1987 hat die Frohnatur, die Horst Lichter nicht nur äußerlich nahe kommt, Haus Oekey mit seiner Frau Else (65) geführt. Zuvor hatte er im Haus Knepper und in der Schindeldeele in Weitmar in den Töpfen gerührt. Mit dem Gastro-Urgestein verschwindet auch der Gastro-Standort: „Das Gebäude ist stark renovierungsbedürftig und wird abgerissen“, weiß Wicherek. Was unweit der Universitätsstraße entsteht, sei ungewiss. Sicher ist: „Wir müssen uns eine neue Wohnung suchen.“

Wicherek führte 20 Jahre Regie

„Mit einer Träne im Knopfloch“ gibt Wicherek vom 5. bis 9. August seine Abschiedsvorstellung bei Bochum Kulinarisch. Ende der 80er Jahre war er es, der die Idee aus Hessen mitbrachte. „Ich war Stammgast beim Wilhelmstraßenfest in Wiesbaden. Ich war begeistert vom Umfeld und der kulinarischen Qualität, ganz besonders von Hans-Peter Wodarz und seiner ,Ente vom Lehel’. Ich dachte mir: So etwas müsste in Bochum doch auch machbar sein!“

Es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit am Gastronomischen Stammtisch und des – auch finanziellen – Beistandes von Hugo Fiege und Herwig Niggemann, ehe 1989 auf dem Dr.-Ruer-Platz mit 17 Restaurants das erste „Bochum Kulinarisch“ präsentiert wurde. Wicherek, der 20 Jahre Regie führte und bis zuletzt Sprecher war, und sein Entengrill zählen zum Fest-Inventar. Neben Oekey heizen nur noch drei weitere Gründer-Häuser die Öfen an.

Aus dem Quartett der ersten Stunde wird 2016 ein Trio. Ehrenpräsident Helmut Wicherek will den Löffel aber auch im Ruhestand nicht ganz aus der Hand legen. „Kochen ist und bleibt meine Leidenschaft. Damit bin ich noch nicht fertig.“

Anmeldungen für das Frühstück haben begonnen

„Bochum Kulinarisch“ heißt es vom 5. bis 9. August auf dem Boulevard. 16 Restaurants tischen zum 27. Mal nicht nur kulinarische Köstlichkeiten auf, sondern servieren erstmals „das größte Frühstück der Stadt“.

Am Sonntag, 9. August, finden ab 10 Uhr rund 1000 Gäste an den Frühstückstischen der Lokale Platz. Diana Strätling hat die Premiere organisiert. Für 9,90 Euro gibt es Brötchen, Wurst, Butter, Käse, Konfitüre sowie Kaffee bis zum Abwinken in einem Porzellanbecher, den die Besucher behalten dürfen. Pro Betrieb stehen 60 Frühstückspakete zur Verfügung. Für einen Extra-Obolus bieten die Gastronomen u.a. Lachs, Rösti, Rührei, Saft oder Sekt an.

Reservierungen sind ab sofort im Internet auf www.bochum-kulinarisch.de möglich. Die Tickets liegen dann zum Abholen (bis spätestens 5. August) in den Lokalen bereit. Der „Bokuli"-Sonntag ist zugleich wieder Familientag mit Spielen, Schminken und Brummbär-Tüte.