Eiskirch verspricht Rückerstattung

Nach dem Besuch von Thomas Eiskirch im Verdi-Streiklokal sieht Gudrun Müller, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Bochum-Herne, erste Fortschritte in der Tarifauseinandersetzung mit den kommunalen Arbeitgebern: „Wir sehen es als einen ersten Erfolg unseres Streiks an, dass die SPD in Bochum nun unsere Forderung unterstützt. Der Bochumer SPD-Vorsitzende Thomas Eiskirch hat erklärt, dass auch die Ratsfraktion seiner Partei diese Position teilt.“

Die Gewerkschaft erwarte nun, dass die Fraktion auch dem Verwaltungsvorstand dies als politischen Willen der Stadt mit auf den Weg gibt. Vor allem seien aber auch die Bochumer Bundestagsabgeordneten gefordert. Sie sollten „nicht länger schweigen, sondern in dieser Auseinandersetzung Stellung beziehen“, so Müller. „Die Streikenden wollen nicht nur ein Schulterklopfen, wie wichtig ihre Arbeit ist, sie wollen, dass diese Arbeit angemessen bezahlt wird.“

Der SPD-Chef bezog derweil Position in der Frage nach der Rückerstattung von Kita-Gebühren: „Es kann nicht sein, dass Eltern für ihre Kinder eine alternative Betreuung suchen und gleichzeitig für die bestreikte Kita zahlen müssen. Das Geld muss zurück zu den Eltern und Kindern.“

Wegen des noch nicht genehmigten Haushalts sei das zwar derzeit nicht möglich. Sobald die Genehmigung vorliege, müsse man über das Wie der Rückerstattung reden. „Es kann nicht sein, dass die Stadt dann das Geld behält, was sie dadurch einspart, dass Verdi die Löhne aus der Streikkasse bezahlt.“ Möglich sei eine Rückzahlung an die Eltern, aber auch die Anschaffung zusätzlicher Ausstattung in den bestreikten Kitas, um die Betreuung und Förderung der Kinder zu verbessern.