Einigungen und Vergleiche bei Eickhoff-Prozess

Die Eickhoff-Gruppe ist u.a. in der Berbau- und Antriebstechnik tätigt.
Die Eickhoff-Gruppe ist u.a. in der Berbau- und Antriebstechnik tätigt.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Was wir bereits wissen
Beim Prozess von gekündigten Eickhoff-Mitarbeitern vor dem Arbeitsgericht Bochum wurde eine Kündigung zurückgenommen und zwei Vergleiche angestrebt.

Bochum.. Die nächste Runde von klagenden Mitarbeitern gegen das Unternehmen Eickhoff wurde am Dienstag im Arbeitsgericht eingeläutet.

Zur Vorgeschichte: Die Eickhoff-Gruppe hatte im November 2014 16 Beschäftigte erst frei gestellt und später „verhaltensbedingt“ gekündigt. Auftragsrückgänge im Bergbaubereich hätten die Kündigungen notwendig gemacht. Von Firmenseite heißt es dennoch stets, dass das Unternehmen wirtschaftlich auf gesunden Beinen stehe.

Auf ebensolchen möchte auch Kläger K. weiterhin stehen und betonte, dass er seinen Arbeitsplatz braucht.Diesen übe er seit bereits 20 Jahren aus und von seiner Warte aus gebe es seinen Arbeitsplatz auch weiterhin bei Eickhoff.

Rechsstreit beendet

Die Gegenseite, vertreten durch die Kommisarische Personalleiterin Antje Althoff samt Anwalt, bestätigte dies so nicht und sprach von einem „unbedingten Trennungswunsch“ ihrerseits. Dafür bot man eine überdurchschnittliche Abfindung, die nur während der Verhandlung bestand habe.

Ein Gespräch unter vier Augen zu diesem Angebot lehnte der Klägeranwalt jedoch deutlich ab und argumentierte mit dem Kündigungsschutz, der dem Trennungswunsch gegenüberstehe. Daraufhin offerierte der Eickhoff Anwalt folgendes: das Arbeitsverhältnis bleibt bestehen und die Kündigung damit gegenstandslos. Der Kläger willigte ein und beendete somit den Rechtsstreit.

Außergerichtlicher Vergleich

Zu zwei schnelleren Enden kam es bei den Klagen von Pförter P. und Produktionsmitarbeiter G.. Beide einigten sich mit Eickhoff auf ein Ruhen des Verfahrens. Sprich: Man strebt an einen außergerichtlichen Vergleich erzielen. Der Vorsitzende Richter Vollrath geht jetzt davon aus, „dass den Parteien dies gelingen werde“. Sollte es nicht dazu kommen, treffe man sich erneut vor dem Arbeitsgericht wieder.