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Einenkel fordert, dass Opel endlich zur Ruhe kommt

13.07.2012 | 17:36 Uhr
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Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel auf einer Belegschaftsversammlung.Foto: Udo Kreikenbohm

Bochum.   Den plötzlichen Rücktritt von Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke nimmt Rainer Einenkel, Betriebsratschef von Opel Bochum, zum Anlass, Ruhe einzufordern, damit die Firma besser in die Zukunft geht und man wieder von den Opel-Autos spricht und nicht von drohenden Werksschließungen.

„Wir brauchen Ruhe“, mahnt Rainer Einenkel angesichts der jüngsten Vorgänge bei Opel . Für den Betriebsratschef der Bochumer Werke kam der Rücktritt von Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke offensichtlich ebenso unerwartet wie für andere auch. „Ich kann das nicht bewerten“, bemerkte er kurz dazu. „Ich verstehe, dass er unter heftigem Druck stand, aber die Belegschaft steht unter einem noch größeren Druck. Seinen Rücktritt nehme ich zur Kenntnis und respektiere das.“

Ansonsten hoffe er, „dass wir schnell wieder in ruhige Fahrgewässer geraten.“

Dass Stracke mit seinem Sanierungsplan bei der Opel-Mutter General Motors in Detroit in Ungnade gefallen war, sei nicht eben schlüssig. Der sogenannte „Stracke-Plan“ sei am 12. Juni im Verwaltungsrat von GM genehmigt worden, inklusive des Zusatzes, dass keine Werksschließungen beschlossen werden.

"Opel ist ein wichtiger Bestandteil für GM"

„Wir erwarten, dass der neue Opel-Vorstand die begonnenen Gespräche weiterführt und die Vorschläge sachlich prüft“, teilte Einenkel am Freitag in einer Info der Belegschaft mit. Diese Gespräche, bei denen es um die Zukunft der Werke und der Marke gehe, hatten übrigens schon am 11. Juli in Bochum begonnen. „Der Bochumer Betriebsrat hat viele konstruktive Vorschläge zur Sicherung des Bochumer-Werkes vorgelegt“, scheut Einenkel in diesem Fall kein Selbstlob.

Opel-Chef tritt zurück

Natürlich werde man darauf achten, dass bestehende Zusagen und Verträge eingehalten werden. Dabei wiederholt Einenkel sein Credo: „Opel ist ein wichtiger Bestandteil für GM und Opel-Bochum ist ein wichtiger und unverzichtbarer Teil von Opel.“ Und: „Opel-Bochum ist nachweisbar das produktivste, effektivste und flexibelste Werk in Europa“ - zumindest unter den GM-Werken.

"Eine unsinnige, bekloppte Rechnung"

Aber der langjährige Betriebsrat weiß auch, dass es Kräfte in Detroit gibt, die gern ein großes Opel-Werk schließen würden, um mit einem Schlag wirksam die Überkapazität zu drosseln. Einenkel nennt das „eine unsinnige, bekloppte Rechnung“, eine Logik, von der man sich schleunigst verabschieden sollte.

„Eine erneute Diskussion über Werksschließungen würde Belegschaften und Autokunden weiter verunsichern“, ist er überzeugt, „und hätte nachweisbar einen nicht reparablen Imageschaden und weitere Marktverluste für die Marke Opel zur Folge.“

Entscheidend für die Belegschaft werde sein, „dass der dringend notwendige Wachstumskurs umgesetzt wird und keine Kahlschlagpolitik erfolgt“. Nach wie vor drängt der Betriebsratschef darauf, dass General eine Öffnung der außereuropäischen Märkte für die Opel-Modelle zulässt. Dann hätte auch das Bochumer Werk eine bessere Zukunft.

Video
Bochum, 21.05.2012: Zur Betriebsversammlung im Bochumer Opelwerk kamen außer den Mitarbeitern auch viele Menschen die Ihre Solidarität bekunden wollten.

Rolf Hartmann

Kommentare
14.07.2012
08:41
Einenkel fordert, dass Opel endlich zur Ruhe kommt
von Kadett1960 | #2

Recht hat er der Herr Einenkel. Den Laden nach den Werksferien zu machen und es ist sofort Ruhe. Wer soll den noch ein in Bochum gebautes Auto kaufen?

13.07.2012
19:37
Mal eine gute Idee von Einenkel: Opel endlich zur Ruhe kommen lassen ...
von radfahrer.ruhr | #1

... am besten in zwei Schritten vollziehen:

(1)
Den Herrn BR in seinen wohlverdienten Ruhestand schicken, damit der normale Bürger ohne Opel-Bezug nicht andauernd durch die Wortbeiträge des Opel-BR in Schrift und Tonform genervt wird .,.

... und dann ...

(2)
Den Laden in Bochum anschließend dichtmachen, dann herrscht auch mal wieder Ruhe in Langendreer und Laer. Die vom LKW- und Bahnverkehr geplagten Anwohner werden die Schließung sicherlich nicht verdammen, denn bekanntlich verkaufen sich Produkte aus diesen Werkshallen eher wie Blei.

Was sich Markt nicht halten kann, muss nicht künstlich am Leben erhalten werden.

In diesem Sinne:
Auf eine ruhige Zukunft ohne Opel.

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