Eine Woche voller Schreibtage an der Ruhr-Universität

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Zum 9. Mal hat das Schreibzentrum der Ruhr-Universität eine Schreibwoche organisiert. 200 Studierende schreiben an Hausarbeit oder Dissertation.

Bochum.. Unterschiedliche Menschen benötigen unterschiedliche Umgebungen, um gute Ergebnisse bei ihren Tätigkeiten zu erzielen. Christian Ahlborn (29) hat es gerne, wenn ihn eine „leichte Geräuschkulisse“ umgibt. Deshalb fühlt sich der Physikstudent, der aktuell an seiner Diplomarbeit schreibt, sichtbar wohl bei der Schreibwoche, die das Schreibzentrum der Ruhr-Universität zum neunten Mal organisiert.

Zum ersten Mal im „Ufo“, im Uniforum direkt an der Universitätsbrücke zum Uni-Center. „Wir sind gespannt wie die Studierenden die neuen Räumlichkeiten annehmen“, sagte Dr. Anika Limburg wenige Tage vor der Veranstaltung die erneut mit „Wir schreiben wieder! – Wer schreibt mit?“ überschrieben war. Mit dem Start am Montag war sie dann allerdings mehr als zufrieden. „Wir hatten jetzt 200 Anmeldungen, 150 Studierende waren gleich heute morgen da. Alle haben sich gut zurechtgefunden.“ Was bei neun Räumen die für das Schreiben zur Auswahl stehen, nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Mitarbeiter des Schreibzentrums stehen zur Verfügung

Bei Fragen jedoch stehen ausreichend Mitarbeiterinnen des Schreibzentrums zur Verfügung. Zu erkennen sind sie am orangenen Schild. Die „normalen“ Teilnehmer haben weiße Schilder, auch mit jeweils nur dem Vornamen darauf. Auch das bestätigt die lockere Atmosphäre, die dennoch – oder gerade deswegen – motivierend ist wie Ahlborn bestätigt. „Wenn ich zu Hause sitzen würde, wäre ich oft abgelenkt. Ich würde sauber machen, obwohl ich gerade sauber gemacht habe, würde irgendwelche Ausreden finden, um nicht an der Arbeit zu schreiben. Hier sehe ich die anderen Studierenden und weiß, dass ich nicht alleine bin.“ Er hat sich für die komplette Woche angemeldet.

In der können dann Studierende, Promovierende, Lehrende schreiben. „An der ersten Hausarbeit, dem seit drei Semestern aufgeschobenen Praktikumsbericht“, sagt Limburg. „An einem Kapitel der Dissertation oder dem Entwurf für ein Lehrbuch, einen Antrag für ein Exzellenzcluster oder den lange geplanten Campus-Roman.“

Erfolg lässt sich nur schwer fassen

Geschrieben wird in dieser Woche viel – aber nicht ausschließlich. Etliche haben Fragen, brauchen den Austausch, wollen sich Ideen holen und so lässt sich der Erfolg der Schreibwoche nur schwer fassen. „Darüber gibt es keine Auswertung“, sagt Limburg. „Für uns ist es eine erfolgreiche Woche, wenn alle gut vorangekommen sind.“

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