Eine Momentaufnahme
03.08.2009 | 19:37 Uhr 2009-08-03T19:37:00+0200Wären Plakate gültige Wahlzettel, der CDU dürfte bei der kommenden Kommunalwahl in Bochum eine herbe Schlappe ins Haus stehen.
Denn wer dem auf Papier gebannten Lothar Gräfingholt gegenüber steht, wird nicht lange verharren. Sein mildes Lächeln mag zwar echt und authentisch wirken, mitreißen tut es sicher niemanden. Da springt kein Funke über. Zudem fragt man sich als Betrachter: Lächelt so jemand, der im nächsten Jahr womöglich 100 Millionen Euro einsparen soll und dafür wohl zu mancher Grausamkeit fähig sein muss?
Ob Ottilie Scholz grimmig blickt oder doch halbwegs freundlich schmunzelt, zumindest wirkt sie dabei tatkräftig und erweckt den Eindruck, die Probleme der Stadt ernstzunehmen. Doch auch sie wird kein noch so schönes Plakat im Wahlkampf von der Beantwortung quälender Fragen erlösen. Die Bürger wollen wissen, wo die Quittungen für die Westtangente geblieben sind oder aus welcher Geldbörse in Zeiten der Haushaltssperre die Millionen für das Konzerthaus kommen sollen.
Plakate sind eben doch keine Wahlzettel, sie bilden nur einen winzigen Schnipsel im Informations-Mosaik, aus dem wir unsere Wahlentscheidung zusammensuchen. In den kommenden Wochen wird mit einer Reihe von Info-Ständen, Wahlkampf-Foren, Kandidaten-Duellen und sonstigen Präsentationsveranstaltungen noch reichlich Gelegenheit bestehen, ein differenziertes Bild von den Kandidaten zu gewinnen.

21:02
Ja, genau wie sie mehr Scharpings braucht, mehr Oskars und mehr ... wie hieß dieser Niedersachse mit dem Job bei Gazprom noch?
Otti für den Bund! Die macht uns alle rund!
13:15
Das ist alles richtig. Weil aber Otti deutlich kompetenter, mutiger und klüger ist als Gräfingholt wird sie die Wahlen verdient gewinnen.
Die SPD bräuchte mehr wie Otti.