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Eine Klinik zieht bald um

05.06.2009 | 14:07 Uhr

Mit Mann und Maus wechseln die Psychosomatik-Mediziner von Dortmund in einen Neubau an der Alexandrinenstraße.

Gewartet haben sie durchaus eine beträchtliche Zeit: „Seit 2004 kämpfen wir darum, dass die Klinik zu uns kommt”, blickt Heinz Augustin, seines Zeichens kaufmännischer Direktor der LWL-Uniklinik, auf die letzten Jahre zurück. Vor zwei Jahren war dann endgültig klar, dass die Klinik für Psychomatische Medizin und Psychotherapie von Dortmund-Aplerbeck näher an die Ruhr-Uni ziehen würde. Inzwischen wächst auf dem Gelände an der Alexandrinenstraße ein pragmatischer Neubau, der Anfang des kommenden Jahres bezugsfertig sein soll: für 44 Patienten und etwa 30 Mitarbeiter - „ein Umzug mit Personal, Therapeuten und Mobiliar”, beschreibt Augustin.

Ab dem kommenden Frühjahr

Am 4. Juni war Richtfest auf dem Gelände der Klinik mit dem Bandwurm-Namen: „LWL-Universitätsklinik Bochum für Psychiatrie, Psychosomatik und Präventivmedizin des Landschaftsverbandes Westfalen”. Künftig sollen hier seelische Erkrankungen behandelt werden, die mit körperlichen Beschwerden einhergehen, die wiederum die Seelenlage negativ beeinflussen. Dazu zählen Essstörungen wie Bulimie, posttraumatische Belastungsstörungen oder somatoforme Störungen - zu letzteren zählt man körperliche Beschwerden, deren Ursache nicht im Organischen zu finden ist. 36 stationäre und 8 teilstationäre Betten werden ab dem kommenden Frühjahr zur Verfügung stehen.

Mit den alten Schreibtischen

Die Psychosomatische Medizin ist Personal-lastig, deshalb braucht sie keine teuren Geräteparks wie etwa die Intensivmedizin. Der Neubau kommt daher auch mit 5,3 Millionen Euro aus. Drin stehen werden aber die alten Schreibtische: „Die müssen noch eine Weile halten”, wünscht sich der kaufmännische Direktor Augustin.

Tom Jost

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