Ein sprudelnd leichter „Sommernachtstraum“

Das Schöne an Shakespeares „Sommernachtstraum“ ist, dass genügend Figuren für mächtig Wirbel sorgen. Dazu braucht es starke Darsteller, die das Projekt „International Drama in Action“ hat. So geriet die Aufführung der Studenten der Sprachwissenschaft am Wochenende im Musischen Zentrum zum großen Vergnügen.

Auf einer weißen Bühne, mit Kissen und Himmelbett, lässt Regisseur Dr. Niklas Füllner die Liebeswirren im Athener Wald im englischen Original spielen. Das Liebespaar Lysander (Lukas Holstein) und Hermia (Carolin Streckmann) flieht vor Zwangsheirat, gefolgt von Demetrius (Batikagan Pulat), den Helena (Sandra Marzinkowski) gewinnen will. Der drollige Puck (charmant: Ina Hoffmann) verzaubert im Auftrag des Elfenkönigs Oberon (Arian Saki) zunächst die Falschen. Bald herrscht Chaos unter den Liebenden. Die Handwerkerschar, mit der wunderbaren irischen Studentin Karen Jacob, die einen famosen Zettel gibt, hält unterdessen ihre Probe in Latzhosen ab. Am Ende finden die richtigen Paare zueinander.

Ein stärkerer Bezug zur Gegenwart hätte der Inszenierung gut getan. Insgesamt gelingt Regisseur Füllner aber eine sprudelnd leichte Aneignung des romantischen Stoffes.