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Ein Chaos mit "Gestrandeten" befürchtet

20.01.2009 | 19:18 Uhr

„Es hätte was passieren können. Dann wären alle über uns und über mich hergefallen.” Überhaupt nicht amüsiert bezog Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz am Dienstag in einer Pressekonferenz Stellung, warum sie die für Bochum geplante Loveparade abgesagt hatte.

Ihr zur Seite: Rechts- und Ordnungsdezernentin Juliane Jägers und Leitender Polizeidirektor Martin Jansen. Aus Sicht der Stadt war es im Grunde der Berliner Veranstalter Lopavent, der durch sein Verhalten und durch seine gezielten Wünsche das Unternehmen scheitern ließ.

Vier Monate Zeit für die Dienststellen

Weil Lopavent erst im Herbst 2008 Konzepte für die gewünschte Paradestrecke auf den Tisch gelegt hatte, hätten die vielen Dienststellen von Bahn bis Bundespolizei gerade mal vier Monate Zeit gehabt, die Lage abschließend zu beurteilen. Und die definitive Absage der Bahn, die Großbaustelle wegen der Loveparade nicht um fünf Tage zu verschieben, sei erst am 14. Januar 2009 gekommen. Kurz zuvor habe man noch „mit den Bahnspitzen” verhandelt.

Außerdem hätte der Veranstalter darauf gepocht, die Strecke der Loveparade müsse unbedingt durch die City gehen – nämlich über Königsallee und Südring bis zum Hauptbahnhof.

Wartezeiten bis zu 20 Stunden am Bahnhof

Doch da, waren sich Scholz, Jansen und Jägers einig, hätte bei über eine Million Teilnehmer ein Chaos gedroht. Mit „Gestrandeten” womöglich auf den Gleisen zwischen Gelsenkirchen und Essen. Und erst recht am Bochumer Hauptbahnhof, wenn die Menschenmassen gleichzeitig den Rückweg angetreten hätten. Jansen: „Da hätte es Wartezeiten bis zu 20 Stunden gegeben. Da hätten wir die Menge bespaßen müssen, um sie in Stimmung zu halten.”

Schon auf der Anreise, so Jansen weiter, wäre der öffentliche Personennahverkehr „zusammengebrochen”. Man hätte alle Straßen zwischen Herne, Gelsenkirchen und Bochum sperren müssen, damit die eingesetzten Busse durchgekommen wären. Auch ein angedachter Streckenverlauf von der Königsallee bis zur Alleestraße wäre keine Lösung gewesen. Und die von der Stadt vorgeschlagenen eventuell machbaren Varianten seien von Lopavent abgelehnt worden – nämlich den Außenring mit Abschlussfest auf dem Opelparkplatz zu nutzen oder alternativ die A 40. Für die Autobahn hätte man drei verschiedene Szenarien diskutiert.

Kommentar

Rolf Hartmann

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Kommentare
21.01.2009
13:09
Ein Chaos mit Gestrandeten befürchtet
von Rachel Grün | #21

Also liebe Bochumer, nach dem Fiasko der LP und vielen anderen Ratsentscheidungen bleibt nur eins: Ottilie gehört abgewählt. Egal, wer danach im Rathaus sitzt, es kann nur besser für unsere Stadt werden.

21.01.2009
12:33
Ein Chaos mit Gestrandeten befürchtet
von fij | #20

und wenn die lp schief gelaufen wäre und dortmund und essen nur 400.000 besucher gehabt hätte.
dann hätte man in bochum wohl gerne mitgemacht?

herausforderunge muß man auch annehmen wollen.

soviel provinz ist wirklich schwer zu ertragen.

21.01.2009
11:22
Ein Chaos mit Gestrandeten befürchtet
von Pater Nosta | #19

Wir (Scholz) sinddie Stadt
...soll der Veranstalter doch auf uns zukommen. Warum sollten wir auf den zugehen ?

Typisches Komunalpolitiker-Verhalten !!!
Und---einige Lügen auf Seite von Frau Scholz.

21.01.2009
11:06
Ein Chaos mit Gestrandeten befürchtet
von FotoDieter | #18

Nach meiner eigenen Recherche gab es am 20.07.2008 laut Aussage des Stadtsprechers noch keine Arbeitsgruppe für die Loveparade.
Es stand auch nicht fest, welcher Politiker sich federführen um die LP kümmert.
Ich war darüber sehr erstaunt, und mir kamen erste Zweifel an der Ernsthaftigkeit.

Definitiv ist hier ein absolutes Possenspiel passiert.

Laut Aussage des Veranstalters Loveapent sollte bis Ende August 2008 erstmal das Büro in Dortmund aufgelößt werden.
Danach befanden sich die Mitarbeiter erstmal im Urlaub. Und Ende des Jahres wollte man sich in Bochum mit wichtigen Leuten treffen.
Wie bis dahin schon 100.000 Euro investiert wurden, kann ich nicht nachvollziehen.
Es wäre schön, wenn die Loveapent einige der Entwürfe oder Visualisierungen was man in Bochum machen wollte zeigen würde.

Frau Scholz versucht jetzt den Schwarzen Peter an Loveapent zurückzuschieben.
Das sagt eigentlich alles.

Die Ruhe der veranstalter verwirrt mich aber auch. Sollten Sie dieses Jahr eventuell keine Sponsoren haben ( Wirtschaftskriese ) ?

Liebe WAZ .... bitte weiter bohren, bis das gesammte Possenspiel aufgedeckt ist.

21.01.2009
11:04
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von timmy132 | #17

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21.01.2009
11:04
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von timmy132 | #16

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21.01.2009
11:03
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von Sonderzug346246266 | #15

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21.01.2009
11:03
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von Sonderzug | #14

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21.01.2009
11:02
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von CrossBorder | #13

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21.01.2009
11:02
Ein Chaos mit Gestrandeten befürchtet
von miriamlessmann | #12

Nach meiner eigenen Recherche gab es am 20.07.2008 laut Aussage des Stadtsprechers noch keine Arbeitsgruppe für die Loveparade.
Es stand auch nicht fest, welcher Politiker sich federführen um die LP kümmert.
Ich war darüber sehr erstaunt, und mir kamen erste Zweifel an der Ernsthaftigkeit.

Definitiv ist hier ein absolutes Possenspiel passiert.

Laut Aussage des Veranstalters Loveapent sollte bis Ende August 2008 erstmal das Büro in Dortmund aufgelößt werden.
Danach befanden sich die Mitarbeiter erstmal im Urlaub. Und Ende des Jahres wollte man sich in Bochum mit wichtigen Leuten treffen.
Wie bis dahin schon 100.000 Euro investiert wurden, kann ich nicht nachvollziehen.
Es wäre schön, wenn die Loveapent einige der Entwürfe oder Visualisierungen was man in Bochum machen wollte zeigen würde.

Frau Scholz versucht jetzt den Schwarzen Peter an Loveapent zurückzuschieben.
Das sagt eigentlich alles.

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