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Ehemaliger Asta-Chef soll für Pleite-Party 180.000 Euro Schadenersatz zahlen

12.12.2013 | 10:26 Uhr
Ehemaliger Asta-Chef soll für Pleite-Party 180.000 Euro Schadenersatz zahlen
Culcha Candela zählten zu den Live-Bands bei der Pleite-Party 2007 in der Mensa der Ruhr-Universität.Foto: Karl Gatzmanga

Bochum.  Der Feten-Flop an der Ruhr-Universität ereignete sich vor sechs Jahren. Am Mittwoch gab es das juristische Nachspiel am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen: Der ehemalige Asta-Vorsitzende und sein damaliger Finanzreferent müssen 180.000 Euro zurückzahlen

Culcha Candela, Juli und 2Raumwohnung: Es war die 1. Liga der deutschen Popmusik, die der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) für die Semesterabschluss-Party 2007 buchte. 100.000 Euro gingen allein für die Gagen der Bands drauf. Um sämtliche Kosten zu decken, hätten 5000 zahlende Besucher in der Mensa feiern müssen. Problem Nr: 1: Die Mensa fasst nur 2500 Menschen. Problem Nr. 2: Es kamen 1000.

Der Asta erlitt ein finanzielles Desaster. Auf rund 220.000 Euro wurden die Verluste beziffert. Der Schuldige war schnell ausgemacht: Dem Asta-Vorsitzenden wurde vorgeworfen, das Geld der Studenten ohne jede Verantwortung und halbwegs seriöse Kalkulation verprasst zu haben.

Finanzreferent mit verurteilt

2009 wurde der Jurastudent wegen Untreue zu einer Geldstrafe auf Bewährung und Sozialstunden verurteilt. Am Mittwoch folgte die Verhandlung am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen wegen Schadensersatz. Dessen Urteil wiegt für den Ex-Asta-Chef und seinen einstigen Finanzreferenten deutlich schwerer. Zwar reduzierte die Kammer den von dem Führungsduo zu verantwortenden Schaden. Beide müssen laut Urteil jedoch 180.000 Euro an den Asta und damit an die 41.000 Studenten der Ruhr-Uni zurückzahlen.

Ob die beiden Ex-Veranstalter in der Lage sind, das Geld aufzubringen, blieb am Mittwoch offen. Auch der Asta wollte sich zu dem Urteil nicht äußern. „Wir werden zunächst intern beraten“, hieß es am Nachmittag auf WAZ-Anfrage.

Jürgen Stahl

Kommentare
12.12.2013
14:13
Ehemaliger Asta-Chef soll für Pleite-Party 180.000 Euro Schadenersatz zahlen
von barchettaverde2 | #1

Ohne die beiden Verurteilten in Schutz nehmen zu wollen, aber wo waren denn die Kontrollen seitens des AStA? Auf der Webseite findet sich der Hinweis,...
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2 Antworten
Ehemaliger Asta-Chef soll für Pleite-Party 180.000 Euro Schadenersatz zahlen
von jesusonspeed | #1-1

Nun, de jure tragen eben zwei Leute Verantwortung. Der Vorsitz und die Person im Finanzreferat. Beide haben offenbar ihren Job eklatant falsch gemacht. Geht schon ok, wobei es natürlich schade ist, dass andere Beteiligte vollkommen aus dem Fokus genommen wurden.

Ehemaliger Asta-Chef soll für Pleite-Party 180.000 Euro Schadenersatz zahlen
von steffie_streik | #1-2

Das Kontrollgremium des AStA ist das Studierendenparlament (das ist übrigens das höchste beschlussfassende Gremium der selbstverwalteten Studierendenschaft). Die damaligen Oppositionslisten hatten, nach dem der AStA das StuPa in Kenntnis gesetzt hat, von Anfang an öffentlich und in Sitzungen davor gewarnt, diese Party so durch zu ziehen. Nachdem schon die ersten 10.000 Euro verballert wurden, haben die Oppositionslisten dem AStA dringend geraten, das Projekt in dieser Form fallen zu lassen. Als dann auch Ferber und Co das ganze Ausmaß der Katastrophe realisierten, gaben sie der Opposition die Schuld daran, da diese die Party angeblich allen Studis madig gemacht hätten. Das Kontrollgremium hatte also seine Aufgabe erfüllt - der AStA wollte nur nicht hören. Mehr Infos: http://www.bo-alternativ.de/index.php?s=mensaparty

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Ehemaliger Asta-Chef soll für Pleite-Party 180.000 Euro Schadenersatz zahlen
Ehemaliger Asta-Chef soll für Pleite-Party 180.000 Euro Schadenersatz zahlen
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2013-12-12 10:26
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