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Edelmetall-Dieb muss im Gefängnis büßen

03.09.2007 | 09:55 Uhr

Mit zwei ebenfalls verurteilten Kumpels hatte er 10 000 E teure Stangen und Platten gestohlen

Nach den zuletzt immer häufiger gewordenen Diebstählen von teuren Edelmetallen hat das Landgericht gestern einen Dieb zu Gefängnis verurteilt. Der 26-jährige Bochumer bekam 18 Monate Haft. Er hatte mit zwei Kumpels (19, 24), die aus demselben Stadtteil und Sportverein stammen, rostfreie Stangen und Stanzplatten vom Gelände einer Bochumer Firma gestohlen. Der Wert betrug rund 10 000 E.

"Im Fernsehen kam das mit dem Metalldiebstahl. Dass man da Geld verdienen kann", erklärte ein Angeklagter, wie man auf die "blöde Idee" zu diesem besonders schweren Diebstahl kam. Man hatte damals, am 30. April 2007, in Geldnot gesteckt. Sie mieteten sich dann für 150 E einen Transporter und fuhren nachts zu der zuvor ausgeguckten Metall-Firma. Sie kletterten über den Zaun, luden die nagelneuen Edelmetalle in den Lieferwagen und fuhren wieder los. Doch sie kamen nicht weit. Die Firma war vorher mehrfach bestohlen worden (100 000 E Schaden) und hatte einen Detektiv eingestellt. Dieser sah die Diebe und rief die Polizei. Beim Abtransport der Beute wurden alle gefasst.

Eigentlich hatte man die Beute teilen wollen. Jetzt aber teilten sie sich nur die Anklagebank. Dort gaben sie alles sofort zu. "Wir waren einfach nur dumm", sagte einer. Ob sie auch wegen der vorherigen Metalldiebstähle in der Firma in ein möglicherweise größeres Täternetz eingebunden waren, konnte die 3. Strafkammer nicht klären.

Alle waren vorbestraft. Der 26-Jährige am meisten; weshalb er auch die dickste Strafe bekam. Er sitzt sowieso schon wegen anderer Straftaten für über zwei Jahre im Gefängnis. Die Edelmetall-Strafe kommt jetzt noch obendrauf. Seine Komplizen bekamen jeweils ein Jahr auf Bewährung. Der 19-Jährige muss auch 120 Sozialstunden leisten, der 24-Jährige 500 E an Vater Staat zahlen. Gegen einen vierten Tatverdächtigen wird noch extra weiterverhandelt. B.Ki.

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