Duchenne-Erkrankte können jetzt in Bochum beraten werden

Richard und Konstantin freuen sich mit Silvia Hornkamp, Geschäftsführerin der Aktion „benni & co“ über die Einweihung der neuen Räume.
Richard und Konstantin freuen sich mit Silvia Hornkamp, Geschäftsführerin der Aktion „benni & co“ über die Einweihung der neuen Räume.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Der Verein „benni & co“ hat in der Huestraße neue Räume bezogen. Wichtig: sie sind auch mit dem Aufzug zu erreichen.

Bochum.. Einen großen Schritt nach vorne hat der Verein „benni & co“ gemacht. Er kümmert sich um Kinder und Jugendliche, die an Duchenne, einer Muskeldystrophie, erkrankt sind. Die Erkrankten müssen bereits im Kindesalter im Rollstuhl sitzen.

Die alte Zentrale des Vereins in der Nikolaistraße war allerdings nur über Treppen erreichbar. Nach dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten in der Huestraße 20 ist die Geschäftsstelle nun mit dem Aufzug zu erreichen. Nun wurden die frischen Räume im Zentrum der Stadt ihrer Bestimmung übergeben. Auf 110 Quadratmetern soll das Leben in die Zentrale kommen, das vorher aufgrund der schlechten Erreichbarkeit nicht möglich war.

Verein bringt Forschung voran

„Hier in Bochum werden die Fäden gezogen, hier ist der Puls des Vereins“, sagt Alex Schnitzlbaum, der erste Vorsitzende des Vereins. Rund 800 Mitglieder aus ganz Deutschland, Duchenne-Erkrankte und Betroffene, hat der Verein derzeit. Vor allem kümmert er sich darum, die Forschung auf dem Gebiet Duchenne voran zu bringen, beispielsweise im Forschungszentrum im Bergmannsheil.

Zwar hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, doch noch immer ist die Lebenserwartung der Menschen, die diese vererbbare Muskelkrankheit haben, erschreckend gering.

Beratungsgespräche direkt in der Geschäftsstelle möglich

Doch auch andere Aktionen in ganz Deutschland, beispielsweise Vater-Sohn-Tage, organisiert der Verein von Bochum aus.

„Und natürlich können wir jetzt die Beratungsgespräche beispielsweise nach einer Diagnose, direkt hier in der Geschäftsstelle führen. Das ging in den alten Räumen nicht“, sagt Silvia Hornkamp, die Geschäftsführerin. Zusammen mit zwei festangestellten Kolleginnen und einer Praktikantin hat sie seit Mitte Januar in der Huestraße 20 Stellung bezogen.

Ihr Sohn Richard, 18 Jahre alt und selbst erkrankt, freut sich jedenfalls, jetzt regelmäßiger in den neuen Räumen vorbeischauen zu können: „Der Aufzug ist super.“