Drei Jugendliche fragen nach dem Sinn des Ganzen

Foto: diana kuester

„Der Plan von der Abschaffung der Dunkels“ lautet der geheimnisvolle Titel der nächsten Premiere des Jungen Schauspielhauses am morgigen Mittwoch (14.1.). Im Theater Unten setzt Martina van Boxen das Stück nach dem Roman von Peter Høeg in Szene. Es geht um drei Jugendliche und ihrer Sehnsucht nach Heimat und Familie.

Martina van Boxen, Leiterin des Jungen Schauspielhauses, hat sich für „Der Plan...“ interessiert, nachdem sie über den weltberühmt gewordenen Roman „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ auf den dänischen Autor aufmerksam geworden war. „Ich fand den Stoff aufregend, er gleicht einem spannenden Krimi“, so die Regisseurin. Anhand der Schicksale der Internats-Schüler Peter, Katarina und dem als verhaltensgestört geltenden August schildert Høeg den Kampf von Außenseitern gegen eine undurchsichtige Machthierarchie. „Gleichzeitig erzählt er aber auch von Sehnsucht drei junger Menschen nach Geborgenheit. Und nicht zuletzt eine ergreifende Liebesgeschichte“, so Martina van Boxen.

Der Titel „Der Plan von der Abschaffung des Dunkels“ greift die Idee auf, der die drei Schüler nachhängen. Aufgrund für sie unverständlichen Geschehnisse und Anordnungen in ihrer Privatschule, kommen sie zu dem Schluss, dass hinter dem Verhalten der Lehrer ein „Plan“ stecken müsse; dass da ein geheimnisvolles Räderwerk in Betrieb sei, dem sie auf die Spur kommen müssen, um alles zu „verstehen“. Tatsächlich gibt es einen solchen Plan, aber er ist ganz anders gestrickt als die Schüler – und mit ihnen der Zuschauer – es erwarten. Von daher soll die Pointe an dieser Stelle nicht verraten werden.

Es wirken mit: Damir Avdic (Peter), Matthias Eberle (August), Jessica Maria Garbe (Katarina), Michael Habelitz (Peter/Erzähler), Manuel Loos (Musiker). Aufführungsdauer 1:40 Stunden, keine Pause.