Dramaturgin Sabine Reich hört im Sommer auf

Als Kuratorin des Detroit-Projekts moderierte Sabine Reich (2.v.re.) zahlreiche Gesprächsrunden zum Thema.
Als Kuratorin des Detroit-Projekts moderierte Sabine Reich (2.v.re.) zahlreiche Gesprächsrunden zum Thema.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Was wir bereits wissen
Nachfolger wird Alexander Leiffheidt, zurzeit Chefdramaturg am Theater Marburg.

Bochum.. Sabine Reich, Dramaturgin am Schauspielhaus, scheidet zum Ende der laufenden Spielzeit aus dem festen Engagement am Bochumer Theater aus. Olaf Kröck soll die alleinige geschäftsführende Leitung der Dramaturgie übernehmen. Das bestätigte das Schauspielhaus auf WAZ-Anfrage.

Reich soll aber weiterhin eine Gastdramaturgie übernehmen und u.a. auch mit dem Schauspielhaus-Tanzpartner Renegade weiter zusammenarbeiten. Ein Grund für das Ausscheiden Sabine Reichs wurde von Seiten des Theaters nicht genannt. Wie man hört, wird sie zukünftig als freie Dramaturgin tätig sein.

Der Karriereweg

Reich (* 1966) studierte in Bonn, Bochum und Madrid Komparatistik, Philosophie und Theaterwissenschaft. Sie war von 2005 bis 2010 Dramaturgin am Schauspiel Essen und wechselte mit Intendant Anselm Weber vor fünf Jahren nach Bochum. Seit der Spielzeit 2013/2014 war sie, gemeinsam mit Olaf Kröck, geschäftsführende Dramaturgin des Schauspielhauses.

Reich hatte sich in zahlreichen, sehr unterschiedlichen und zum Teil sehr erfolgreichen Produktionen wie „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“, „Draußen vor der Tür“, „Cyrano de Bergerac“ oder „Ruhr-Ort“ profiliert. Dazu war sie eine der Hauptverantwortlichen für die Entwicklung und Vermittlung des überregional beachteten Kunst- und Stadtfestivals „Das Detroit-Projekt“.

Ein neuer Kollege ist als Nachfolger von Sabine Reich bereits engagiert. Alexander Leiffheidt, zurzeit Chefdramaturg am Theater Marburg, wird ab Sommer ans Schauspielhaus wechseln.