Die Zukunft der Universität

Seit 2006 und bis September ist Prof. Dr. Elmar Weiler Rektor der Ruhr-Uni. Er wagt einen Blick in die Zukunft.

Welchen Weg wird die Uni in den nächsten Jahren gehen?

Die RUB wird den Weg – getreu ihrem Motto: menschlich-weltoffen-leistungsstark – in Richtung einer Spitzenuni nicht nur im deutschen, sondern auch im europäischen Vergleich sehr engagiert weiterverfolgen. Im Regiebuch des dritten Hochschulentwicklungsplans 2014-2019 ist dieser Weg vorgezeichnet. Die Ruhr-Uni war, ist und bleibt eine echte „universitas studiorum“: eine Gemeinschaft der mit- und voneinander Lernenden. Es gibt eine Reihe von Projekten, unter denen die Worldfactory das vielleicht spannendste sein wird, weil sich hier innovative Lehre im Verbund von Bildungseinrichtungen und eine Gründerkultur Ruhr mit einer Treiberfunktion für die wirtschaftliche Entwicklung im Rahmen von Bochum 4.0, aber auch für die gesamte Ruhrregion, verbinden lassen.

Wie sieht es mit der weiteren Förderung im Rahmen der Exzellenzinitiative aus?

Wir werden auch in der neuen Exzellenzinitiative mit spannenden Konzepten antreten. Dafür werden Kooperationsstrukturen mitentscheidend sein. Hier ist mit der Universitätsallianz (UA) Ruhr und mit Univercity eine gute Basis gegeben. Die beiden bisherigen Großprojekte der RUB im Rahmen der ersten und zweiten Exzellenzinitiative, die RUB Research School und das Exzellenzcluster Resolv, werden starke Pluspunkte auch im dritten Wettbewerb sein. Die Vorbereitungen auf den heraufziehenden Wettbewerb laufen bereits auf Hochtouren, obwohl die Wettbewerbsbedingungen noch nicht bekannt sind. Bereit sein ist alles.

Wo sehen Sie die Ruhr-Universität in 50 Jahren?

Unter den besten 1 Prozent der Unis weltweit als Zentrum einer Hochschule neuen Typs, den die RUB als Pionier (mit)entwickelt hat. Es ist klar, dass die Welt in 50 Jahren kaum mehr mit der von heute vergleichbar sein wird. In den beschleunigt fließenden Strukturen der globalisierten Welt und angesichts der heutigen Informationsexplosion muss eine Uni vor allem eines sein und bleiben: Ort der Konzentration auf das Wesentliche, der sich gleichzeitig zu behaupten vermag angesichts der vielen Fragmentierungsprozesse in den Gesellschaften. Keine kleine Herausforderung!