Die Uhr schlägt kurz vor Zwölf für Haarspitzen
14.08.2012 | 18:33 Uhr 2012-08-14T18:33:00+0200
Witten. Lange Arbeitszeiten, gerne auch mit Überstunden, stehen heute in vielen Jobs auf der Tagesordnung. Bei gängigen Öffnungszeiten von neun bis maximal 20 Uhr ist der Friseurbesuch da für viele Arbeitnehmer an den meisten Wochentagen undenkbar. So erging es vor gut sieben Jahren auch Uli Köllner. Da entdeckte der Geschäftsmann die Marktlücke .
„Als meine Haus- und Hoffriseurin Claudia mir damals gesagt hat, dass sie mich um kurz vor sechs nicht mehr drannehmen kann, habe ich ihr kurzerhand gesagt: ,Weißte was, ich mache meinen eigenen Laden auf. Da kann man dann bis Mitternacht noch reingehen“, erinnert sich Uli Köllner.
Aus der spontanen „Trotzreaktion“ wurde eine feste Geschäftsidee. Das für seinen Zweck perfekte Ladenlokal fand er an der Hattinger Straße. Kurzerhand schloss er seine Eventagentur und eröffnete – „ganz ohne Vorwissen“ – seinen ersten eigenen Salon „Geht’s noch?!“.
Über 300 Friseure im Stadtgebiet
„In Bochum gibt’s über 330 Friseure. Wenn man da als Fachfremder den 331. Laden aufmacht, muss man schon verrückt sein“, scherzt Uli Köllner. Doch der Sprung ins kalte Wasser zahlte sich aus: Heute besitzt der Bochumer zwei Filialen im Stadtgebiet. Von 12 bis 24 Uhr sorgen seine Mitarbeiter dafür, dass Kunden auch nach stressigen Arbeitstagen noch ausgiebig Zeit haben, um sich die Haare waschen, schneiden und föhnen zu lassen. Mit frischem Look auf der nächsten Morgenkonferenz auftauchen? „Jetzt kein Problem mehr“, sagt Köllner. Wenn Damen gleich nach der Arbeit kämen, bleibe auch genügend Zeit, um sogar längere Kreativeingriffe mit Farbe oder Extensions vorzunehmen.
-
Seite 1: Die Uhr schlägt kurz vor Zwölf für Haarspitzen -
Seite 2: Die meisten Kunden sind zwischen 30 und 50
|
|
1 | 2 |

0mitdiskutieren