Die Stadt möchte ihre Energiekosten senken
13.01.2009 | 14:36 Uhr 2009-01-13T14:36:00+0100
Alle 6000 Beschäftigten sollen bei der "Mission E” mitmachen. In fünf Jahren sollen 1,6 Millionen Euro eingespart werden.
Ganz gleich, ob der Computer ständig surrt, die Festtagsbeleuchtung die Büros erhellt oder Elektro-Geräte ungenutzt im Standby-Modus köcheln – all das verbraucht unnütz Energie.
Die Stadt möchte jetzt mit gutem Beispiel vorangehen und startet die Energieeffizienzkampagne „Mission E”. Alle 6000 Mitarbeiter sind angesprochen, jeweils am eigenen Arbeitplatz aktiv zu werden. „Damit sinkt nicht nur der Energieverbrauch, sondern jeder kann persönlich etwas für den Klimaschutz tun”, so Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz.
Gemeinsam mit der Energie-Agentur NRW möchte die Stadt das ehrgeizige Ziel erreichen, pro Jahr die Energiekosten um zwei Prozent zu senken. So sollen in fünf Jahren 1,6 Millionen Euro eingespart werden. Insgesamt schlagen bei der Stadt die Energiekosten pro Jahr mit16,8 Millionen Euro zu Buche.
Energiespartipps
Damit sich auch jeder angesprochen fühlt, erhalten die Mitarbeiter per Haus-Mail hilfreiche Energiespartipps. In dieser Woche geht es um die Kosten, die durch den Standby-Betrieb verursacht werden. „Wir haben damit begonnen, die Kollegen in ihren Büros aufzusuchen und im persönlichen Kontakt zu sensibilisieren”, so Achim Paas, der sich bei den Zentralen Diensten um das Energiemanagement kümmert. Prof. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der Energie-Agentur, weiß, dass das Einsparpotential durch cleveres Nutzerverhalten die Energiekosten um bis zu 20 Prozent senken kann. „Dies ist nicht nur eine Frage der Technik. Wie wichtig energiebewusstes Verhalten ist, das wird häufig unterschätzt.”
Bauliche Mängel
Dabei ist sich die Stadt dessen bewusst, dass die baulichen Mängel an vielen der rund 1000 städtischen Gebäude ebenfalls die Energiekosten in die Höhe treiben. „Mir blutet das Herz, dass wir etwa das Rathaus nicht schnell energetisch sanieren können,” so Personaldezernentin Birgitt Collisi. Die Kosten für eine Sanierung des Gebäudes liegen bei rund 32 Millionen Euro.
Da, wo die Stadt bereits Schulgebäude saniert hat, spricht der Erfolg für sich. „Wir konnten den Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent senken”, so Frank Allmeroth, Leiter der Zentralen Dienste. Doch die Investitionskosten würden mit dieser Ersparnis nur etwa zu einem Drittel gedeckt. Gleichzeitig kündigt er an, dass das neue Gymnasium in Wiemelhausen als Passiv-Haus gebaut werden soll. Maßgabe ist, dass pro Quadratmeter und Jahr lediglich 15 Watt an Energie verbraucht werden dürfen.

17:47
Mission E ist eine gute Sache. Jeder, also auch städtische Mitarbeiter, kann durch bewusst energiesparendes Verhalten Kosten senken. So weit, so gut. Solche Programme sind weit verbreitet und sehr erfolgreich.
Es ist jedoch ein Skandal, dass aber eine Stadt ihre Gebäude derart verrotten lässt. Zu den 32 Millionen, die die Stadt insgesamt veranschlagt, um das Rathaus für den Standard eines modernen Dienstleistungsbetriebes fit zu machen, sind noch einmal 26,1 Millionen notwendig, um auch das benachbarte BVZ zu renovieren. Ob es da ausreicht, das Licht öfter mal auszumachen?
17:04
Das für eine so selbstverständliche Sache wieder Geld - in Form einer Kampagne - zum Fenster herausgeworfen wird ist ein Skandal.
BOCHUM MACHT JUNG
KLIMGT NACH BOCHUM
MISSION E
Außer Spesen nichts gewesen.
Gespannt auf die nächste Kampagne!