Kommentar

Die Schuldenuhr tickt

Die Frage, wer denn Schuld ist an den hohen Schulden, die Bochum drücken, lässt sich so leicht nicht beantworten. Sie wird ohnehin je nach Parteibuch oder Sympathie mal so oder so beantwortet. Dass beides, externe Ursachen wie hausgemachte Fehler, dafür verantwortlich sind, ist unbestritten. Die Bedeutung der äußeren Einflüsse hat gerade erst wieder eine Bertelsmann-Studie herausgestrichen, in der die hohe Belastung der kommunalen Haushalte durch Sozialausgaben thematisiert wird. Fehler vor Ort lassen sich etwa an den Franken-Krediten oder am ausbleibenden Personalentwicklungskonzept ablesen.

Am Ende zählt nur, wie die Stadt mit ihrer Last zu Recht kommt. Von 2019 an sollen keine neuen Kassenkredite mehr gemacht werden, 2022 der Haushalt ausgeglichen sein. Dass und die Fortsetzung dieses Weges ist eine gewaltige Aufgabe. Vielleicht würde es helfen, wie in anderen Städten eine Schuldenuhr an prominenter Stelle zu errichten. Sie könnte uns alle jeden Tag daran erinnern, dass wir zumindest in diesem Fall mal die Uhr zurückdrehen müssen.

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