Die reife, süße Sprache der Else Lasker-Schüler erwacht zum Leben

An die große Dichterin Else Lasker-Schüler erinnert der Leseabend „An meiner Wimper hängt ein Stern“, zu dem die Schriftstellerin Monika Buschey und der Cellist Florian Paul am Samstag (21.2.) ins Lokal „I am love“, Dibergstraße 2, einladen.

„Ihre Themen waren vielfach jüdisch, ihre Phantasie orientalisch, aber ihre Sprache war deutsch, ein üppiges, prunkvolles, zartes Deutsch, eine Sprache reif und süß...“ Für Gottfried Benn, der diese Zeilen schrieb, war Else Lasker-Schüler „die größte Lyrikerin, die Deutschland hatte.“ Kaum eine Literatin hat das eigene Leben so inszeniert und zur Fiktion ausgemalt wie sie: „Liebling des Pharao“ nannte sie sich beispielsweise. Ihr erfundenes, orientalisches Ich brachte eine leuchtende Dichtung hervor:

Geboren wurde Else Lasker-Schüler 1869 in Wuppertal-Elberfeld, im April 1933 verließ die Dichterin nach tätlichen Angriffen und angesichts der Bedrohung ihres Lebens Nazi-Deutschland, sie starb 1945 in Jerusalem.