Die Reformation in Bochum und der Grafschaft Mark

Das Denkmal von Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Sein Thesenanschlag an die Wittenberger Schlosskirche am 31. Oktober 1517 gilt als Startpunkt der Entstehung der protestantischen Kirche.
Das Denkmal von Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Sein Thesenanschlag an die Wittenberger Schlosskirche am 31. Oktober 1517 gilt als Startpunkt der Entstehung der protestantischen Kirche.
Foto: picture alliance / dpa
  • So lautet das Thema einer Reihe zum Jubiläum der Kirchenerneuerung im kommenden Jahr.
  • Start im September mit Vorträgen in der Stadtakademie und im Stadtarchiv.
  • Busexkursion führt zu Orten der Reformation in Bochum und Watttenscheid.

Bochum.. 95 Thesen gegen den geschäftsmäßigen Handel mit Ablassbriefen, angeschlagen von Martin Luther (1483-1546) an die Wittenberger Schlosskirche am 31. Oktober 1517: Das war der Beginn der Reformation und der Entstehung der protestantischen Kirche. Der 500. Wiederkehr wird im nächsten Jahr allerorts gedacht. Auch Stadtarchiv und Stadtakademie richtet das Augenmerk auf die historischen Ereignisse.

Von Sachsen-Anhalt an die Ruhr

„Die Reformation in Bochum und der Grafschaft Mark“ ist das Thema einer Vortragsreihe, mit der bereits im Vorfeld des 500er Jubiläums nach den Besonderheiten der Entstehung der evangelischen Kirche in der hiesigen Region gefragt wird. Es dauerte lange, bis das in Sachsen-Anhalt entstandene Gedankengut in Bochum und der die Stadt umgebenden Grafschaft Mark etabliert war.

Am Ende dieses Vorgangs, der sich über das 16. und 17. Jahrhundert erstreckte, herrschte allerdings noch keineswegs ein protestantisches Theologie- und Liturgieverständnis, vielmehr war eine mehrkonfessionelle Kultur entstanden. Wie es dazu kam, und was das für die Menschen damals bedeutete, soll in verschiedenen Vorträgen und auf einer Busexkursion erkundet werden.

Blick in die Geschichte

Die Eröffnungsveranstaltung „Die Reformation in Bochum und der Grafschaft Mark“ findet am 8. September um 18 Uhr in der Ev. Stadtakademie statt. Referent ist Superintendent Dr. Gerald Hagmann, der eine Einführung ins Thema gibt. Speziell auf Bochumer Geschehnisse in der frühen Neuzeit geht ein Referat von Dr. Stefan Pätzold, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs, am 15. September um 18 Uhr ein. Unter dem Titel „Gute Zeiten – schlechte Zeiten. Bochum während der Reformationszeit“ wird ein Blick in die Geschichte geworfen.

Überregionaler Kontext

Dass die Glaubens-Entwicklung nicht stadtbezogen, sondern im überregionalen gesellschaftlich-kirchlichen Kontext gesehen werden muss, belegt der Vortrag von Prof. Dr. Dieter Scheler (Ruhr-Uni). Am 29. September um 18 Uhr spricht er im Stadtarchiv/Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, über „Die landesherrliche Kirchenpolitik und die Anfänge der Reformation im Amt Bochum“.

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