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Die Kneipe der Zukunft

21.03.2008 | 21:05 Uhr

Im Bermudadreieck werden Gastronomen, Immobilienbesitzer und 600 Passanten befragt. Analyse der ISG zusammen mit einer Diplomandin der Ruhr-Uni. Ziel: Die Kneipenmeile attraktiver machen

Wohin führt der Weg des Bermudadreiecks? Eine umfangreiche Befragung der Biergarten- und Kneipengäste soll Stärken und Schwächen aufzeigen und so die Zukunftsplanung erleichtern. Foto: WAZ, Michael Korte

Wie sieht das Bermudadreieck der Zukunft aus? Wie wird es weitergehen, mit dieser Trink- und Festmeile und Vergnügungsmeile? Bei allem Spaß wollen sich Menschen, denen das Dreieck am Herzen liegt, zusammentun, um eine ausführliche Analyse anzufertigen. Besucher, Gastronomen und Immobilienbesitzer sollen befragt werden, "damit die Authentizität und Individualität des Viertels erhalten und gefördert werden kann". So formuliert es Edgar Neufeld, Vorstandsmitglied der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bermudadreieck. Konkret soll es darum gehen, angesichts wachsender Kneipenkonkurrenz in den Nachbarstädten das Bermudadreieck nach vorne zu bringen.

Die Idee hat einen akademischen Hintergrund: Geografie-Studentin Anke Schumacher will mit ihrer Diplomarbeit das Praktische mit dem Nützlichen verbinden und ist als Koordinatorin der Analyse vor allem für die Passantenbefragungen zuständig. "Ich wohne selbst im Bermudadreieck und bekomme die Entwicklungen mit", sagt sie. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt für eine Analyse gekommen, und das sagt sie nicht nur, weil sie ihre Diplomarbeit basteln muss. Vor dem Hintergrund eines geplanten Philharmoniebaus und Veränderungen in der Kneipen- und Geschäftsszene.

Ausbaufähig sei auch ein etabliertes Viertel wie dieses. "Wir leben mit dem Bermudadreieck nicht allein. Das Gastronomieangebot wird immer größer, zuletzt zu sehen am Beispiel Essen. Der Markt wird enger, also geht es um Originalität", sagt ISG-Mann Edgar Neufeld. Die Zukunft im Dreieck gehöre in erster Linie nicht den Ketten, sondern individuellen Kneipenkonzepten. Wie Betreiber und Besucher das sehen, soll die Befragung zeigen. Quartiersmanagerin Anke Heinemann ist schon jetzt unterwegs, um die Betreiber und Immobilienbesitzer zu interviewen. Diplomandin Anke Schumacher steigt mit ihrer Befragung von 600 Passanten nach Ostern ein. "An sechs Standpunkten werden Interviewer stehen."

Die Fragen beschäftigen sich mit persönlichen Meinungen zur Qualität des Quartiers, mit positiven und negativen Seiten, mit Wünschen und der Angebotsvielfalt. Nebenbei erhofft sich die ISG Bermudadreieck durch die Befragung einen Mitgliederzuwachs. Derzeit gehören der ISG 63 Mitglieder an, das Potenzial liegt höher, bei allein 270 Gewerbetreibenden.

Die Befragung soll Ende Mai abgeschlossen und im Herbst ausgewertet sein.

Von Kirsten Simon

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