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Tierschutz

Die Härtefälle nehmen zu

15.01.2012 | 16:09 Uhr
Die Härtefälle nehmen zu
Futterstellen für wildlebende Katzen in Bochum.Foto: Monika Kirsch

Bochum.Der Verein „Tiere in Not“ wird in diesem Tagen zehn Jahre alt. Tausende von Tieren hat er in dieser Zeit aufgenommen: darunter 3864 Katzen , 295 Hunde , 93 Meerschweinchen, 81 Kaninchen, sechs Vogelspinnen, 46 Wellensittiche, sechs Nymphensittiche, zwölf Papageien, drei Frettchen, sechs Shetlandponys, 14 Ziegen, sechs Schafe, acht Lämmer, 70 Tauben, 47 Kanarienvögel, sechs Zwerg und 27 Hängebauchschweine, dazu Gänse, Hühner und Aquariumfische.

Die meisten Tiere wurden vermittelt. Viele wurden gleich an andere Tierschutzvereine weitergeleitet, wie z.B. Pferde und Esel. Der Verein betreibt mehrere Wildtierstationen, in denen Hunderte von Wildtieren Aufnahme fanden, das Ziel war immer die Wiederauswilderung. So werden seit Jahren in Stationen verwaiste Eichhörnchenkinder aufgenommen. In der Wildvogelauffangstation landen Vogelkinder und auch verletzte Vögel , überdies gibt’s Stationen für Igel und Feldhasen.

"Tiere in Not" will herrenlose Katzen eindämmen

Zu seiner Schwerpunktarbeit zählt „Tiere in Not“ die Eindämmung des Elends herrenloser Katzen . So wurden 9926 Katzenkastrationen durchgeführt. Die 2004 ins Leben gerufene „Aktion Susi“ zur Betreuung von wild lebenden Hauskatzen gilt als erfolgreich. In der Aktion wurden gleichzeitig bis zu 566 wild lebende Hauskatzen in bis zu 38 Vertragskolonien ehrenamtlich versorgt. Alle Katzen wurden kastriert, geimpft und bei Bedarf tierärztlich behandelt.

In 2957 Härtefällen konnte der Verein Menschen helfen. Dabei unterstützt er Tierbesitzer in Zusammenarbeit mit Behörden und Wohlfahrtsverbänden, die die Kosten für ihre Tiere nicht aufbringen können durch Sachleistungen wie tierärztliche Behandlungen und Futter. Oder verletzte oder kranke Tiere, die dringend behandelt oder versorgt werden mussten, deren Eigentümer nicht ermittelt werden konnte oder die Besitzer die Kosten nicht aufbringen konnten.

Geschäftsführer Gerhard Kipper: „In den letzten Jahren stellten wir eine starke Zunahme an Härtefällen fest.“

Katzen-Babysitting

 

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Kommentare
16.01.2012
13:15
Die Härtefälle nehmen zu
von cwkl | #1

"verwaiste Eichhörnchenkinder", "Vogelkinder und auch verletzte Vögel" sind auch beliebte Leckerbissen von Räubern, die in der Nahrungskette über den genannten Leckerbissen stehen.

Das der Vererin nun schon auch die Tierhalter unterstützen, weil diese den Umgang mit dem Tier nicht mehr bewältigen können (Unterhalt, Pflegekosten), ist schon ein starkes Stück. Aber, dass Halter ihr krankes/verletztes Tier aussetzen ("[...]erletzte oder kranke Tiere, die dringend behandelt oder versorgt werden mussten, deren Eigentümer nicht ermittelt werden konnte[...]") ist widerlich.

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