Die Eigentumswohnung wird teurer

1700 Häuser, Eigentumswohnungen und andere bebaute Grundstücke haben im vergangenen Jahr in Bochum einen neuen Besitzer gefunden – etwas weniger als 2013, da waren es rund 1 850 Immobilien. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, einer Einrichtung des Landes, hervor. Der Gesamtumsatz aller verkauften Grundstücke – ob mit oder ohne Bebauung – stieg dabei im Vergleich zum Vorjahr von 419 auf 432 Millionen Euro. Auch die durchschnittlichen Preise zogen leicht an.

820 Eigentumswohnungen und 500 Ein- und Zweifamilienhäuser wechselten 2014 den Besitzer und bildeten damit den Schwerpunkt der Verkäufe. Besonders bei den Dreifamilienhäusern stiegen die durchschnittlichen Kaufpreise und Preise pro Quadratmeter deutlich an – um 15,8 Prozent von 950 auf 1 100 Euro pro Quadratmeter. Ein ähnlicher, wenn auch noch nicht so stark ausgeprägter Trend lässt sich bei den Preisen für Eigentumswohnungen feststellen: Musste man 2013 2320 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung bezahlen, waren es 2014 schon 2440 Euro: eine Steigerung von rund fünf Prozent.

„Aber das wird in Zukunft noch deutlich höher gehen“, so Tim Mausbach-Judith, Vorsitzender des Gutachterausschusses. „Die Nachfrage nach Dreifamilienhäusern und Wohnungen hat angezogen. Viele sehen sie als gute Altersvorsorge und Renditeobjekte mit einer was die Verwaltung angeht überschaubaren Größe.“

„Insgesamt hatte die Stadt über die letzten Jahre einen sehr stabilen Markt – das spricht für Bochum“, so Tanja Lausberg von der Geschäftsstelle des Ausschusses. Verglichen mit anderen Städten im Ruhrgebiet bewegt sich Bochum mit seinen Preisen für Immobilien im Mittelfeld.