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Die dritte Opel-Schicht in Bochum läuft vorerst weiter

27.05.2013 | 18:55 Uhr
Der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel spricht am 21.05.2013 in Bochum vor dem Opel Werk.Foto: Bernd Thissen

Bochum.   Der Streit um das Bochumer Opel-Werk wird jetzt vor der Einigungsstelle verhandelt. Sollte ursprünglich das Aus für die Getriebeproduktion geregelt werde, ist jetzt auch das Schicksal der 600 Opelaner in der dritten Schicht der Zafira-Produktion Thema. Die Opel-Leitung will die Schicht abschaffen.

Eigentlich sollte das Aus für eine der drei Schichten im Bochumer Opel bereits zur Jahresmitte 2013 umgesetzt sein. Doch das dürfte kaum klappen, da erst einmal über das Wie und Wann des Schicht-Wegfalls, der voraussichtlich kurzfristig 600 Opelaner überflüssig macht, zwischen Werksleitung und Betriebsräten Einigkeit erzielt werden muss. Die Einigungsstelle, die dies leisten soll, trat am Montag zusammen.

Nach dem Nein zum Tarifvertrag, den die Bochumer Opel-Belegschaft mit großer Mehrheit abgelehnt hatte, erklärte Opel offiziell, dass man bis Ende 2013 die dritte Schicht wegfallen lassen wolle. Über die Umsetzung ist detailliert noch gar nicht geredet worden.

Standpunkte dezidiert dargelegt

Sechs Stunden saßen die Mitglieder der Einigungsstelle am Montag in Düsseldorf zusammen. Es war ein Treffen, bei dem Betriebsräte und die Opel-Leitung „ihre Standpunkte dezidiert dargestellt haben“, so Rainer Einenkel, Opel-Betriebsratsvorsitzender zur WAZ. Als ausgesprochen positiv wertet Einenkel, dass „über alle ungeklärten Fragen geredet werden wird.“ Vor allem die Frage „Wie lange läuft die Zafira-Produktion in Bochum tatsächlich?“ sorgte für Zoff zwischen dem Bochumer und Rüsselsheimer Betriebsratschefs (die WAZ berichtete mehrfach).

Auto-Hersteller

Alleiniger Zweck der Einigungsstelle bei Opel Bochum war ursprünglich, das Aus für die Getriebeproduktion (rund 300 Beschäftigte) bis Ende 2013 über Sozialplan und Interessenausgleich zu regeln.

Rudert Opel zurück?

Dies ist nun „nur“ eines der zu lösenden Probleme. Es geht nun auch um Altersteilzeitregelungen und Abfindungen mit einer - so Einenkel - „vernünftigen Transfergesellschaft“ und die Perspektive fürs das Zentrallager (430 Mitarbeiter bis Ende 2016).

Zwischen Bangen und Hoffen

  Dass das von der Konzernleitung mehrfach verkündete Aus für die Zafira-Fertigung in Bochum Ende 2014 gestreckt werden könnte, hoffen Optimisten. Skeptiker glauben nicht, dass der Konzern zurückrudern wird.

„Jetzt machen wir das, was wir immer wollten, wir werden als Bochumer Betroffene über das Bochumer Werk reden“, so Einenkel nach dem Treffen.

Versammlung am 10. Juni

Ob die am vergangenen Dienstag unterbrochene Mitarbeiterinformation am Dienstag, 28. Mai, fortgesetzt wird, wollen die Bochumer Betriebsräte erst am Dienstag in der Frühe beraten. Es ist denkbar, dass die Belegschaft schriftlich über den Termin bei der Einigungsstelle informiert wird, so Einenkel. Die nächste Belegschaftversammlung ist am 10. Juni.

Klaus Buske


Kommentare
28.05.2013
13:30
Produziert die 3.Schicht auf Halde
von meigustu | #3

muss die Produktion 2014 nicht mehr umziehen. GM kann ganz gelassen bleiben.

28.05.2013
11:24
„Jetzt machen wir das, was wir immer wollten, wir werden als Bochumer Betroffene über das Bochumer Werk reden“
von gudelia | #2

Fragt sich nur mit wem. Ich bin wirklich mal gespannt, was dabei rauskommt und wie der BR-Vorsitzende das Ergebnis, und sich selbst, verkauft.

28.05.2013
10:34
Die dritte Opel-Schicht in Bochum läuft vorerst weiter
von Otti88 | #1

Das wird eine sehr stille Werksschließung, ganz wie es Opel und GM wünschen. Die Info Veranstaltungen sind ein Witz. Kein Druck auf die Geschäftsleitung oder sonst was. Irgendwie wird ich das Gefühl nicht los das der Einenkel die Kollegen verkauft.

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