Die „BlauPause“ in Bochum soll das Still-Leben 2.0 werden

Am 6. Juni feiert die Ruhr-Universität ihre „BlauPause“.
Am 6. Juni feiert die Ruhr-Universität ihre „BlauPause“.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
1200 Tische machen aus der Universitätsstraße eine Festmeile. Auf knapp fünf Kilometern wird der Verkehr ausgesperrt und zur Tafel umfunktioniert.

Bochum.. Nachdem die Ruhr-Universität vor knapp zwei Monaten noch schwarz gesehen hat; nämlich in Form eines großen Blackouts, der für „stromfrei“ sorgte, macht sie am Samstag, 6. Juni, nun blau. „BlauPause“ nennt sich die Veranstaltung, bei der die etwa fünf Kilometer lange Universitätsstraße zur Festmeile umfunktioniert wird. Eine Hommage an das Still-Leben, bei der die A 40 im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 von Duisburg bis nach Dortmund zur längsten Tafel der Welt umfunktioniert worden war.

Los geht’s zur fast unchristlich frühen Zeit für Studenten: um 11 Uhr. Ab diesem Augenblick ist die Universitätsstraße vom Südring bis zum Unicenter für alle Autos – auch der öffentliche Nahverkehr, in Form von Bussen und der U 35, muss sich dem unterwerfen – gesperrt.

Die Spur von der Universität in Richtung der Innenstadt wird dafür im Gegenzug zur Mobilitätsspur ernannt: hier darf sich nämlich alles tummeln, was Räder aber keinen Motor hat – Fahrräder, Inlineskater, Skateboards etc.

Auf der gegenüberliegenden Seite werden die Fußgänger auf die über 1200 Tische losgelassen, die einen bunten Mix von A wie Acht Stäbe an einem Stumpf´schen Knoten bis Z wie Zwirbelköppe bieten.

WAZ macht blau

Drei Tische davon hat die WAZ an seine Leser verlost: eine Tanzgruppe wird Vorführtänze und Mitmachtänze zeigen, der Abiturjahrgang des Jahres 1975 der Freiherr-von-Stein-Schule trifft sich an Tisch zwei und das Ehepaar Sczesny will mit Familie und Freunden an Tisch drei so viele Ansichtskarten wie möglich schreiben.

An einem vierten Tisch werden Teile unserer Redaktion vertreten sein und stehen zum Kaffeeklatsch bereit.

Um 18 Uhr macht die Blaupause schließlich Feierabend und die Lichter gehen erneut aus, dieses Mal jedoch gewollt.

Hin und weg

Sie wollen blau machen, wissen aber nicht wie? Wir zeigen’s Ihnen! Vor allem, wie Sie zur „BlauPause“ kommen, wo Sie parken können , was sie dürfen und unbedingt sollten und auch, wie Sie wieder wegkommen.

Öffentliche Verkehrsmittel:
Busse und die U 35 fahren am 6. Juni, ab 4 Uhr, nicht mehr zu den gewohnten Zeiten, teilweise werden Ersatzhaltestellen eingerichtet.
Die U 35 aus Richtung Hauptbahnhof fährt aus Sicherheitsgründen nur bis zur Haltestelle Wasserstraße und zurück. Wenn Sie über den Hauptbahnhof anreisen möchten, nutzen Sie die Straßenbahnenlinien 302 (Richtung Laer) oder 310 (Richtung Witten), die alle 15 Minuten verkehren, bis Opel-Werk 1. Von dort aus steuert ein Shuttlebus alle zehn Minuten die Ruhr-Uni an. Am 7. Juni, ab 6 Uhr, ist der Spuk wieder vorbei und alles geht wieder seinen geregelten Gang.

Per Auto:
Das Universitätsparkhaus West sowie die Parkplätze am Opel Werk 1 können kostenlos genutzt werden. Von dort fährt der bereits erwähnte Shuttlebus alle Parkenden zur RUB.


Versorgung und Notdurft:
Getränke und Essen dürfen grundsätzlich mitgebracht werden, eine Zubereitung vor Ort ist jedoch nicht möglich, da sich auf dem gesamten Abschnitt keine Stromanschlüsse befinden. Untersagt sind ebenfalls Glasbehältnisse sowie offenes Feuer. Mit anderen Worten: Keine Bierflaschen; Grillen verboten. Und da auch letztendlich raus muss, was rein geht, stehen 138 Dixi-Klos auf der Strecke bereit.

Tische:
Wer eine Garnitur (Tisch und zwei Bänke) zum Preis von 40 Euro kaufen möchten, sende eine Anfrage mit Name und E-Mail-Adresse an blaupause@rub.de.