Dialog um Stadtentwicklung soll weitergehen

Die Bolog-Initiatoren sind zufrieden mit ihrem „ersten Aufschlag“. Mehr als 150 Teilnehmer kamen zur Veranstaltung zum Thema Stadtentwicklung.Yasemin Utku, Christine Wolf, Andreas Fritzen, Hanna Hinrichs, Achim Dahlheimer, Uta Hohn, Hans Hanke, Dirk Godau (v.l.) wollen weitere Veranstaltungen organsisieren.
Die Bolog-Initiatoren sind zufrieden mit ihrem „ersten Aufschlag“. Mehr als 150 Teilnehmer kamen zur Veranstaltung zum Thema Stadtentwicklung.Yasemin Utku, Christine Wolf, Andreas Fritzen, Hanna Hinrichs, Achim Dahlheimer, Uta Hohn, Hans Hanke, Dirk Godau (v.l.) wollen weitere Veranstaltungen organsisieren.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Das war ein vielversprechender Auftakt. Mehr als 150 Teilnehmer kamen zur ersten Bolog-Veranstaltung zum Thema Stadtentwicklung.

Bochum.. Von einem sehr vielversprechenden Auftakt lässt sich reden nach der Veranstaltung „Impulse für Bochum – Stadtentwicklung im Dialog“, die die neu gegründete Gruppe „Bochum im Dialog“ (Bolog) initiiert hatte. Weit mehr als 150 Teilnehmer kamen zu dem Treffen ins Ottilie-Schoenewald-Kolleg, darunter zum Beispiel RUB-Rektor Prof. Elmar Weiler oder Hochschul-Kanzlerin Dr. Christina Reinhardt.

„Die Resonanz war größer als wir erwartet haben“, sagt Yasemin Utku. Die Stadtplanerin und Architektin ist eines von acht Bolog-Gründungsmitgliedern, die das Thema Stadtentwicklung anschieben wollen. Ihr erstes Ziel, Impulse zu geben für eine Dialogkultur, „um gemeinsam eine zukunftsfähige und attraktive Stadt zu gestalten“, sehen sie erreicht. Darauf lasse sich aufbauen, die Organisation weiterer Veranstaltungen wird erwogen.

Einen Königsweg gibt es nicht

Deutlich geworden sei bei der Veranstaltung, an der unter anderem auch Prof. Dr. Rolf Heyer von der Entwicklungsgesellschaft Bochum Perspektive teilnahm, dass es in Sachen Bürgerbeteiligung keinen Königsweg gebe, sondern verschiedene Modelle denkbar seien. „Voraussetzung für jede Art der offenen Diskussion und Beteiligung der Stadtgesellschaft an Entwicklungsprozessen in Bochum ist jedoch ein erklärter Wille und die Bereitschaft der Stadt“, mahnt die Gruppe. Genau diese Bereitschaft, die sie bislang zum Teil noch vermissen, möchte Bolog weiter einfordern.

„Wir haben dem Auftakttreffen noch kein Resümee gezogen“, so Yasemin Utku. Aber sie ist überzeugt, es wird noch weitere Veranstaltungen zum Thema Stadtentwicklung geben, dann vermutlich mit einer engeren Fragestellung. Utku: „Ich bin mir sicher, dass sich etwas verändern wird.“

Aus Sicht von Bolog ist eine breite Zukunftsdiskussion für die Gesamtstadt Bochum nötig, die auch Belange wie Kultur, Wohn- und Lebensqualität, Verkehrskonzepte, Verbindung der Hochschulen und der Stadt oder die medizinische Versorgung mit in Überlegungen einbezieht. Nur wenn die Stadt konsequent auf Qualität setze, könne sich die Stadt dauerhaft vom Mittelmaß absetzen, betonte Bolog-Mitglied Achim Dahlheimer. Konsens habe es darüber gegeben, dass die angeschobene Diskussionen weiter geführt werden sollen, auch im Hinblick darauf, die neue „Marke Bochum“ mit Inhalten zu füllen und im Sachen Stadtentwicklung ein neues Kapitel aufzuschlagen.