„Der kleine Drache ist gestresst“ fliegt auf Platz zwei

Xialong (Mitte) hat nicht nur in der Schule viel zu tun.
Xialong (Mitte) hat nicht nur in der Schule viel zu tun.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Der Chinesischkurs der Heinrich-Böll-Gesamtschule gewinnt mit seinem Theaterstück beim diesjährigen „Kreativwettbewerb Chinesisch“ den zweiten Preis.

Bochum.. „Der kleine Drache ist gestresst“ ist der Titel des Theaterstücks, welches Schüler der Q1 der Heinrich-Böll-Gesamtschule beim landesweiten „Kreativwettbewerb Chinesisch“ im Essener Burggymnasium aufgeführt haben. Besonderheit des Wettbewerbs: Die Darbietung erfolgt in chinesischer Sprache.

Diese, und die von den Schülern selbst verfasste Handlung inklusive aller Dialoge und der Musik, überzeugte schließlich die Jury. Belohnt wurden die Anstrengungen mit dem zweiten Platz.

Mühevoll ist auch die Geschichte des 17-jährigen Xialong (chinesisch für „kleiner Drache“), die zwar in China spielt, dennoch reichlich Parallelen und Berührungspunkte für deutsche Oberstufenschüler liefert.

Übermotivierte Mütter und geplagte Kinder

Xialong, dargestellt von Philip Donut, steckt in einer Misere, die er mit Millionen anderen Kindern im Reich der Mitte teilt und die sich, wie ein Virus über das ganze Land auszubreiten scheint: eine übermotivierte Mutter (Hasine Aygün). Diese „Helikoptermutter“ möchte natürlich nur das Beste für ihren Sohn und gestaltet Xialongs Freizeit mit allerlei außerschulischen Aktivitäten.

Abende und Wochenenden vollgepackte mit Klavier- und Geigenstunden, Kalligrafiekursen und Zusatz-Mathe-Stunden.

"Gemeinsam sind wir stark"

Um aus diesem Kreislauf auszubrechen, sammelt Xialong seine Freunde Xiamomei (Julia Kulinski) und Dapeng (Jason Hartwig) um sich und getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ versucht dieses Triumvirat Xialongs Mutter bewusst zu machen, dass man sein Leben nicht nur nach dem Leistungsprinzip ausrichten darf.

Schließlich ist ein Kompromiss der Schlüssel und Xialongs Abendkurse werden gegen welche eingetauscht, die ihm selbst Freude bereiten: Kung-Fu und Rap.

Mit eben so einem Rap spuckt sich der kleine Drache zum Abschluss des Stücks dann auch den Frust von der Seele.