Der Gasmann schaut aufs Frühjahr
07.11.2008 | 17:09 Uhr 2008-11-07T17:09:00+0100Energie wird zum Jahreswechsel teilweise teurer: Während die Bochumer Stadtwerke wie viele andere Versorger auch den Strompreis um etwa fünf Prozent erhöhen, sinken die Gastarife vermutlich erst im Frühjahr.
„Wir sind das einzige Versorgungsunternehmen, das zwischen Oktober 2006 und September 2008 den Gaspreis nicht angehoben hat", verteidigt Stadtwerke-Sprecher Thomas Schönberg, „andere sind in der Zeit gleich mehrere Preisrunden gegangen." Was durchaus seine Richtigkeit hat: Nachbar ELE beispielsweise nimmt in Gelsenkirchen und Gladbeck jetzt den Gastarif um knapp fünf Prozent zurück, hatte allerdings zuletzt quartalsweise an der Preisschraube gedreht - aufwärts natürlich.
Die Stadtwerke, sagt Schönberg, würden weiter „gezielt den Markt beobachten”: Wenn die Markttendenz mit dem fallenden Ölpreis als Referenzgröße anhalte, würden die Stadtwerke „im Frühjahr" reagieren. Also zum März oder April. Wenn's der Aufsichtsrat denn so beschließt.
Anders beim Strom: Trotz Marktpreis-Schüben von 19 Prozent in 2007 und 23 Prozent in 2008 sei der Tarif bisher konstant geblieben. Jetzt aber sei die Anpassung nicht mehr zu vermeiden. Weil die Stadtwerke inzwischen mit dem Kraftwerk Hamm einen Teil des Stroms selbst erzeugen, habe allerdings der Anstieg von 1,5 Cent auf 1 Cent pro Kilowattstunde begrenzt werden können. Für eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden soll sich das mit etwa 3 Euro pro Monat bemerkbar machen, rechnet der Stadtwerke-Sprecher hoch.
Üblicherweise führen die Stromversorger die gestiegenen Kosten für erneuerbare Energien als Preistreiber gleich mit an. Bochums Energieversorger hält sich an diesem Punkt zurück: Erstens wolle man generell den Einsatz von Solaranlagen, Wind- und Wasserkraftwerken sowie Biogas unterstützen, sagt Schönberg. Und zweitens hat man erst unlängst selbst in Bayern ein Solarkraftwerk gebaut und plant den Einstieg in Windanlagen vor der Nordseeküste. Schönberg: „Dieses Kostenargument zu ziehen, wäre dann wohl ziemlich unlauter.”

21:33
Die Stadtwerke brauchen doch das Geld, um das überflüssige und defizitär zu betreibende Konzerthaus mit zu finanzieren. Ich mach da nicht mit - ich verbrauche erst dann wieder Gas, wenns billiger wird. Ätsch!
18:14
Wenn der Strom-Preis bisher trotz Preisschüben konstant geblieben ist, bleibt für mich nur eine Schlußfolgerung: Der Strompreis war von Anfang an zu hoch.
17:52
aber jetzt noch Geld zum Fenster hinaus pusten und groß Werbung machen, dass das Geld ja in der Stadt bleibt. Nämlich beim Vorstand, die doch so toll gewirtschatet haben - mit anderen Worten, sie haben die Preise erhöht.
17:34
aber die Stadtwerke haben doch kein Geld. ich bezahle gerne für Hilfbedürftige.
17:32
Ist ja klar, dass die Preise erst wieder nach Ende der Heizperiode sinken werden.