„Das sind die Stunden, die wir nicht begreifen“

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Knapp 20 Menschen haben sich bis gestern spätnachmittags in das Kondolenzbuch eingetragen, das die Stadt seit Freitag im Rathaus wegen der Flugzeug-Katastrophe in Frankreich ausgelegt hat.

„Das sind die Stunden, die wir nicht begreifen“, schrieb jemand „in stiller Anteilnahme“ und zitierte damit einen Auszug aus einem Gedicht von Hermann Hesse. „Sie beugen uns in Todestiefen nieder und löschen aus, was wir von Trost gewusst. Und doch sind das die Stunden, deren Last uns Stille lehrt und innerlichste Rast.“

Das in schwarzes Leinen eingebundene Buch mit einem schlichten Kreuz auf dem Deckel liegt auf einem runden Stehtisch im Bürgerbüro am Willy-Brandt-Platz 2-6. Die meisten äußern sich darin kurz und knapp. Einer fragt: „Warum nur ??? Allen, die von dem schlimmen Ereignis betroffen sind, wünsche ich sehr viel Kraft und Gesundheit für die Zukunft. Ich denke an alle und trauere mit ihnen.“ Wieder ein anderer notierte: „Für alle Menschen unbegreifbar!“ Oder: „In Gedenken an die unschuldigen Opfer.“

Heute und morgen ist das Bürgerbüro von 8 bis 16 Uhr geöffnet, Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr.