Das Ruhrgebiet ist ein Standort der Sehnsucht

Das Haus der Geschichte zeigt den Dokumentarfilm „Standort Sehnsucht” der international tätigen Künstlerin Lisa Lyskava (26. März, 18 Uhr). Die in Bochum und New York lebende Regisseurin lässt mehr als 30 Menschen aus dem Ruhrgebiet zu Wort kommen.

1 Ist das Ruhrgebiet ein guter Standort, um Sehnsüchte zu haben?

Lisa Lyskava: Seit Jahrhunderten kommen Menschen auf der Suche nach einer neuen Heimat hierhin und werden angetrieben von der Sehnsucht, für ihre Familien eine gesicherte soziale Existenz aufzubauen. Das Ruhrgebiet ist ein Ort, an dem sich Sehnsucht entwickelt.

2 Warum zeigen Sie den Film im Haus der Geschichte?

Das Haus wurde als Einrichtung geschaffen, die Geschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets zu dokumentieren. In meinem Film geht es um Erinnerung auf die jeweilige eigene Lebensgeschichte und die Reflexion darüber.

3 Haben Sie selbst eine Sehnsucht bzgl. des Ruhrgebiets?

Dass sich die hier lebenden Menschen aus den unterschiedlichsten Nationalitäten immer weiter für einander öffnen, neugierig auf Begegnung mit der Kultur des Gegenüber sind, die Andersartigkeit und Vielfalt im Miteinander als Bereicherung erleben.