In dieser Küche in Wattenscheid trifft der Pott auf den Wok

Gesünder geht es kaum: Gemüse in verschiedenen Farben sind die Grundlage für das Wok-Gericht bei Conny Doberstein.
Gesünder geht es kaum: Gemüse in verschiedenen Farben sind die Grundlage für das Wok-Gericht bei Conny Doberstein.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Längst ist die multikulturelle Gesellschaft auch in Ruhrgebietsküchen angekommen. Conny Doberstein kocht regionale Zutaten in asiatischem Gewand.

Bochum.. Leidenschaft gehört bei Conny Doberstein zum Leben dazu. Ohne Herzblut geht es nicht. Die gebürtige Wattenscheiderin tanzt mit ihrem Lebenspartner Standard und Latein. Sie arbeiten gemeinsam und selbstständig als Hausverwalter. Im Urlaub erkundet das Paar per Kreuzfahrtschiff die Welt auch von ihren kulinarischen Seiten. „Der Markt in Barcelona ist fantastisch. Dort gibt es wirklich alles“, schwärmt Conny Doberstein.

Auch in ihrer eigenen Küche geht es multikulturell zu. Sie scheut weder selbstgemachte Nudeln noch Tapas oder Asien-Ausflüge. Zertifikate von Kochkursen schmücken ihre Küche. Der Wok hat es ihr besonders angetan. Dieser „Pott“ passt einfach gut in ihren Alltag: „Leider habe ich selten Zeit, stundenlang in der Küche zu stehen, aber frisch gekocht wird bei uns fast jeden Tag. Weil es schnell geht und sehr vitaminreich ist, trifft bei mir der Pott auf den Wok.“

Heute spielt der grüne Spargel hier die Hauptrolle, kombiniert mit weiteren Gemüsesorten und Hähnchen. „Es kommt auch darauf an, wie die Zutaten geschnitten werden. Feine Möhrenstifte verbinden sich ganz anders mit dem Aroma als runde Scheiben“, erklärt die Hobbyköchin.

Schnibbeln, waschen, würzen – die Handgriffe gehen der 49-Jährigen leicht von der Hand. Sie ist in einer Siedlergemeinschaft in der Südfeldmark groß geworden. Gemüseanbau und Obstbäume im Garten der Großeltern gehörten zum Alltag ihrer Kindheit. „Mich hat geprägt, dass in meiner Familie immer viel selbst gemacht wurde. Wenn zum Beispiel die ersten Erdbeeren kommen, koche ich auch Marmelade“, sagt Conny Doberstein. Außer ihrem Lebensgefährten profitieren zwei erwachsene Söhne von der vitaminreichen Küche. Auch weil beide Jungs Eishockey spielten, sei die gesunde Ernährung enorm wichtig, sagt Doberstein. Von Diät spricht sie allerdings nie und serviert zum Nachtisch einen Himbeertraum, der vom kalorienbewussten Wok-Gericht wirklich nur noch träumen lässt. Wir schlemmen das Dessert natürlich trotzdem und bereuen nichts.

Serien-Info Sünde für sechs Personen: 500 Gr. gefrorene Himbeeren, 500 Gr. Quark, 1 Becher Sahne, 100 Gr. Baiser, 150 Gr. Joghurt, Vanillemark, brauner Zucker. Himbeeren auftauen (Zucker nach Geschmack), Quark mit Joghurt mischen (Zucker und Vanille zugeben), Baiser in einer Tüte in kleine Stücke brechen. In sechs Gläser schichten: Himbeeren, Baiser, Quark/Joghurt, Sahne – das Ganze noch einmal. Mit Himbeeren und Baiser dekorieren.

Das sind die Zutaten und so läuft die Zubereitung

Sie brauchen:

- 350 Gr. Hähnchenbrust,
- 3 EL Teriyaki-Sauce,
- 500 Gr. grüner Spargel
- 1 rote Paprika
- 200 Gr. Möhren
- 6 Frühlingszwiebeln
- 1 Lauchstange
- 1 walnussgroßes Stück Ingwer
- 2 EL Öl,
- 200 ml Gemüsebrühe
- 3 El Sojasauce
- 100 gr. Mie-Nudeln

So machen Sie es:

Die Hähnchenbrust waschen, trocken tupfen und in dünne Streifen schneiden. In 3 EL Teriyaki-Sauce mischen und zur Seite stellen. Das Gemüse putzen, waschen und schräg in Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebeln und den Lauch in dünne Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein hacken. Dann im Wok 2 EL Öl erhitzen, Hähnchenfleisch zwei bis drei Minuten hellbraun braten, danach warmstellen. Gemüse in zwei Portionen mit Ingwer im Wok etwa vier Minuten anbraten, Spargelköpfe etwas später dazugeben, weil sie sonst zerfallen. Das Gemüse wieder zusammenfügen und dann Gemüsebrühe sowie dunkle Sojasauce dazugeben. Am Ende das Fleisch und die vorgekochten Mie-Nudeln unterheben.

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