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15.08.2008 | 19:55 Uhr

Acht Sportler aus NRW, die an den Paralympics in Peking teilnehmen, wurden am Freitag offiziell im Bergmannsheil verabschiedet. Status als Profisportler gewünscht

Verabschiedet wurden die nordrheinwestfälischenTeilnehmer der Paralympics von Bürgermeisterin Gaby Schäfer (l.) und dem Geschäftsführer des Bergmannsheils, Hans-Werner Kick (r.), vorne links im Bild Moderator Marcel Bergmann. Foto: WAZ, Ingo Otto

"Ich konnte es erst gar nicht glauben, dass ich mich für die Spiele in Peking qualifiziert habe", erzählt Tamira Slaby stolz. Nun ist die sechzehnjährige Leichtathletin eine von 170 Deutschen, die an den Paralympics vom 6. bis 17. September in China teilnehmen.

"Von den Sommerferien habe ich fast nichts gehabt, da musste ich mich auf die Wettläufe über 100 und 200 Meter vorbereiten", sagt die Schülerin die beim TV Wattenscheid trainiert. "Aber wenn ich mal keinen Sport mache, dann drehe ich auch durch", schmunzelt Tamira, die mit einer Spastik geboren wurde.

Offizielle verabschiedet wurden sie und einige ihrer Teamkollegen aus NRW am Freitag im Bergmannsheil im Rahmen der Berufsgenossenschaftlichen Kliniktour "Go for Paralympics".

"Ziel der Tour ist es, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass Sport zu mehr Lebensqualität und Selbstbewusstsein verhelfen kann", erklärte Hans-Werner Kick, Geschäftsführer des Bergmannsheils. Über den Sport könnten Menschen mit Behinderung zurück ins Leben finden.

"Sport ist eigentlich die schönste Nebensache der Welt und überwindet alle Barrieren", fand die Ehefrau des nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten, Angelika Rüttgers. Dabei sei es wichtiger, dabei zu sein, als zu siegen.

Insgesamt 29 Sportler aus NRW nehmen an den Paralympics teil und bilden damit das größte Team innerhalb der deutschen Mannschaft.

Bereits zum dritten Mal ist René Schramm bei den paralympischen Spielen dabei. "Ich reise nach Peking, um zu gewinnen", sagt der 31-jährige Leichtathlet vom TV Wattenscheid selbstbewusst, der sich für Peking über 100 und 200 Meter und im Weitsprung qualifiziert hat. Schließlich lebe er nur für den Sport: "Ich trainiere 20 Stunden pro Woche, arbeite als Schwimmmeister und muss außerdem noch zur Physiotherapie und zum Arzt, um mein Handicap zu pflegen", erklärt der Spastiker, der bereits 15 Medaillen bei internationalen Wettkämpfen gewann, darunter die Bronzemedaille bei den Paralympics in Sidney. Einen W unsch hat er deshalb: "Wir sollten wie Pr ofisportler bezahlt werden."

Von Larissa Mohar

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