„Classic Night“ verbindet Welten

Nur große Konzerte halten magische Momente bereit. Die zweite Classic Night bescherte gleich mehrere dieser raren Gänsehaut-Augenblicke. Pop, Rock und Klassik verschmelzen zu einem mitunter atemberaubenden Klangkörper: 800 Besucher in der Monate zuvor ausverkauften Zeche zelebrierten einen famosen Abend.

Vor einem Jahr schlug die Geburtsstunde eines der ambitioniertesten Bochumer Musikprojekte der jüngeren Vergangenheit, standen die zwölfköpfige Classic-Night-Band der Zeche (bekannt von den Ü-40-Partys) erstmals mit den Bochumer Symphoniker auf der Bühne. Mit Spannung wurde nun die zweite Symbiose von Club- und Orchester-Institution erwartet. Erneut führten Zechenchef Torsten Sickert und BoSy-Dirigent Svetoslav Borisov Regie. War ihre Titelauswahl bei der ersten Classic Night für manche der meist älteren Fans allzu sehr von Songs jüngeren Datums geprägt, gelang Sickert und Borisov nun der ganz große Wurf. Glückselig, fasziniert, mit glänzenden Augen lauschen die Zuhörer Rockhymnen wie „Hotel California“, „Sympathy for the Devil“ oder „Another Brick in the Wall“ vin klassischem Gewand.

Es sind diese Meilensteine der Musikgeschichte, bei denen der Crossover mit der 30-köpfigen orchestralen Begleitung perfekt funktioniert. Diesmal schöpfen die BoSy ihr Potenzial zudem auch bei weniger bekannten, gleichwohl großartigen Titeln wie „Woman in Chains“ von Tears for Fears aus. Und dass ein hoch geachtetes Symphonieorchester „Highway to Hell“ von AC/CD vehement mitrockt, dürfte es wohl nur in Bochum geben...

Sowohl das Zechen-Stammpublikum als auch die vielen passionierten BoSy-Konzertgänger feiern die über 40 Musiker auf der überfüllten Bühne. Der Classic Night hat fraglos das Zeug zum Klassiker. Davon werden sich am 25. August erstmals auch die Besucher des Zeltfestivals Ruhr beim Auftritt im Stadtwerke-Zelt überzeugen können. Magische Momente sind sicher.