Das aktuelle Wetter Bochum 8°C
Verkehr

Chaos auf der Pontonbrücke blieb aus

30.11.2011 | 17:46 Uhr
Chaos auf der Pontonbrücke blieb aus
Die Pontonbrücke in Bochum Dahlhausen wurde am Mittwoch, 30.11.2011, für den Verkehr geöffnet. Foto: Marcus Simaitis

Bochum.   Der große Andrang blieb aus, als die Pontonbrücke in Dahlhausen an der Ruhr am Mittwochmorgen wieder geöffnet wurde. Die Rotphase wurde verlängert, Polizei und städtische Ämter kontrollierten, ob die neuen Regeln eingehalten wurden.

Pontonbrücke Dahlhausen: Fünf Tage früher als geplant , rollt der Verkehr seit diesem Mittwochmorgen wieder über die Ruhr, von Bochum nach Essen und umgekehrt. Am Tag davor hatte das Tiefbauamt noch einen Testwagen über die Problembrücke geschickt, um auf Nummer Sicher zu gehen. „Test bestanden“, findet Amtsleiter Uwe Seidel vor Ort. Es geht immer noch um Breite, Belastung und Verkehrsfluss.

Jetzt soll die Ampel es richten, damit die lange Zeit der Umleitungen über die Brücke in Hattingen endlich der Vergangenheit angehört. „Das ist aber nur möglich“, betont Seidel, „wenn sich die Kraftfahrer streng an die neuen Regeln halten.“ Das heißt: Die Wagen dürfen höchstens 2,8 Tonnen Gesamtgewicht haben und nicht breiter sein als 2,10 Meter.

Seidel ist nicht allein an der Ruhr, um zu schauen, wie die Autofahrer mit der neuen Lage fertig werden. Kollegen vom Straßenverkehrsamt und von der Polizei sind auch dabei. Doch von Andrang ist zunächst nicht allzu viel zu sehen. Der flotte Verkehrsfluss bleibt noch aus, eine etwas gebremste Premiere. Vor allem auf Dahlhauser Seite müssen sich die Autofahrer an die neue verbreiterte Markierung offenbar erst gewöhnen.

Viele hatten Daten ihrer Fahrzeuge nicht im Kopf

Andere hatten die Daten ihrer Fahrzeuge wohl nicht im Kopf. So greift Ralf Heisterkamp, der Bezirksbeamte der Lindener Polizeiwache, ein paar Mal ein und lotst einige zu breite Vehikel zur Weiterfahrt auf der Lewackerstraße. Und plötzlich ist er wieder da, der gefürchtete Stau. Ein angeblich von der Sonne geblendeter Fahrer verursacht ihn ausgerechnet mitten auf der Brücke - er hat die rote Ampel übersehen. Und die Wagen, die ihm folgen, haben sich ihm einfach angeschlossen wie die Lemminge.

Der Leiter der Polizeiwache in Linden, Erster Hauptkommissar Horst Grewe, sieht ebenso wie Uwe Seidel jetzt die Autofahrer in der Pflicht, dass es klappt mit den neuen Verkehrsregeln vor und auf der Brücke. Während der nächsten Tage wollen sie den Verkehr auf beiden Seiten der Brücke intensiv beobachten lassen, um sicher zu gehen, dass die neuen Maßnahmen jetzt greifen. Vor allem der recht intensive Wochenendverkehr könnte ein Problem werden, da durch die verlängerte Phase der Ampelschaltung sich vor allem auf der Lewackerstraße eine Warteschlange bilden könnte. Hinzu kommt auch die regelmäßige Schließung der Schranken.

Stärkere Präsenz zeigen als bisher

Ein Problem sehen alle jetzt schon: „Wenn sich nach einer zeitlichen Testphase bestimmte Wagentypen auf die entsprechende Breite eingestellt haben, die für sie passt, dann kann es passieren, dass damit auch das zulässige Gewicht ignoriert wird“, so Christoph Matten und Gisbert Soldat vom Tiefbauamt. Doch dieses Problem soll durch stärkere Kontrollen von vornherein erstickt werden. „Die Kfz-Brückenbenutzer werden feststellen, dass wir stärkere Präsenz zeigen als bisher“, kündigt Kommissar Grewe an.

Auch die Fußgänger schauten sich die „Öffnung der Brücke“ an. Sie reden davon, was ihnen besonders am Herz liegt, nämlich ein Transfer über die Brücke durch den Öffentlichen Personennahverkehr.

Bus darf nicht über die Brücke

Sie wissen natürlich, dass der Bus 359 von Burgaltendorf nach Dahlhausen und Linden nicht über die Brücke darf, siehe Gewicht und Breite. Stattdessen pochen sie darauf, hier einen Kleinbus einzusetzen. An den Kosten, so die Meinung der Fußgänger, dürfe das nicht scheitern. Aber auch der Auftrag der Bezirksvertretung Südwest an die Verwaltung, den Neubau einer Brücke konkret ins Auge zu fassen, findet bei den Passanten große Zustimmung.

Gisbert Frömmgen



Kommentare
01.12.2011
12:06
Chaos auf der Pontonbrücke blieb aus
von zensek1 | #1

So richtig klappt es wohl doch noch nicht.

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/lokalzeit_ruhr.xml

Aus dem Ressort
Graffiti mit hohem Ärgerpotenzial in Bochum
Sachbeschädigung
Graffiti-Schmierereien gibt es massenhaft in der Stadt. Seit etwa zwei Jahren aber kommt auffallend oft auch der Schriftzug „MLPT“ von einer Fußball-Gruppierung hinzu, außerdem entsprechende Aufkleber. Einer der Tatverdächtigen (20) steht zurzeit wegen Sachbeschädigung vor Gericht.
Moderner Tanz geht in die Schule und überzeugt
Neues Projekt Zahn-Räder
Die Zusammenarbeit zwischen der Willy-Brandt-Gesamtschule der Ruhr-Universität und Theater Total hat das Zeug für eine Vorbildfunktion. Alle Beteiligten können von dieser ambitionierten Idee profitieren.
Bochumer Theaterpreise und Minetti-Preis verliehen
Bühne
Jana Schulz (Arrivierte) und Friederike Becht (Nachwuchs) sind die Preisträgerinnen des vom Freundeskreis des Schauspielhauses gestifteten Theaterpreises 2014. Die bekannte TV- und Bühnenschauspielerin Hannelore Hoger erhielt den Bernhard-Minetti-Preis des Kemnader Kreises.
Opel baut in Bochum auf dem Gelände des Getriebswerks neu
Wirtschaft
Auf dem Gelände des Werks II errichtet die Adam Opel AG in Bochum bis 2016 den angekündigten 95 000 qm großen Erweiterungsbau seines Warenverteillagers. Das alte Lager wird modernisiert, alle Brachflächen werden der Stadt angeboten. 60 Millionen Euro werden in die gesamten Maßnahme investiert.
Abschied von Ferienvilla De Schulp im holländischen Nordwijk
De Schulp
Viele Bochumer machten in jungen Jahren Urlaub in der Herberge im holländischen Nordwijk. Deren Besitzer Ton Schalks ging jetzt in Rente, die Ferienvilla ist damit Geschichte. Der Kontakt nach Bochum aber bleibt, allein deshalb, weil Tons seit 26 Jahren mit Martina aus Altenbochum verheiratet ist.
Fotos und Videos
Minetti- und Theaterpreis 2014
Bildgalerie
Kammerspiele
Leben an der Castroper
Bildgalerie
Strassen Serie