Call-Center-Firma KiKxxl plant bis zu 400 Jobs in Bochum

Erden Yildirim, Dorina Guss und Andreas Kremer von KiKxxl stellten ihre Pläne im Jahrhunderthaus vor.
Erden Yildirim, Dorina Guss und Andreas Kremer von KiKxxl stellten ihre Pläne im Jahrhunderthaus vor.
Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Onsabrücker Unternehmen KiKxxl eröffnet Niederlassung im Jahrhunderthaus. Bereits Mitte Februar sollen die ersten zehn Mitarbeiter anfangen.

Bochum.. Bewegung auf den Bochumer Arbeitsmarkt bringt derzeit besonders der Dienstleistungs-Sektor. Mit dem Osnabrücker Telefonvermarkter „KiKxxl“ lässt sich jetzt einer der erfahrensten der Branche mit einer Niederlassung in unserer Stadt nieder. Im Jahrhunderthaus an der Alleestraße soll bereits Mitte Februar, zunächst bescheiden, gestartet werden.

Das große Sprücheklopfen ist nicht unbedingt etwas, das die Niedersachsen auszeichnet. „Wir wollen zunächst mit zehn Mitarbeitern starten. Unser Ziel ist es aber, innerhalb der ersten vier Jahre auf rund 400 Beschäftigte in Bochum zu erweitern“, sagt Geschäftsführer und Gründer Andreas Kremer. Der Umbau in den oberen, derzeit ungenutzten Etagen des Jahrhunderthauses läuft schon an. Zunächst bezieht das Call-Center provisorisch Quartier in einem anderen Gebäudeteil.

Standort überzeugte die Firma

„Der Standort hat uns sofort überzeugt. Vor allem die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist hervorragend“, sagt Co-Geschäftsführer Erden Yildirim. Man habe sich auch Objekte in anderen Revierstädten angeschaut, in Bochum habe aber alles gepasst. Das Unternehmen behauptet sich bereits seit 15 Jahren in einem immer härter umkämpften Markt. Mittlerweile arbeiten mehr als 1600 Menschen bei dem Dienstleister, der zahlreiche Unternehmen vor allem aus der Telekommunikationsbranche, der Energiewirtschaft und dem Handel zu seinen Kunden zählt. Neben der Zentrale in Osnabrück mit ihren 880 Beschäftigten, gibt es bereits Niederlassungen in Bremen (280) und Dortmund (450), dazu kommt jetzt Bochum.

Laut Kremer habe das Wachstum seiner noch jungen Firma in den letzten Jahren stets zwischen 20 und 30 Prozent gelegen. „Diese Entwicklung hält weiterhin an und erfordert jetzt die Eröffnung eines weiteren Standorts.“ Die Rahmenbedingungen in Bochum seien sehr gut gewesen.

Wirtschaftsförderer Heinz-Martin Dirks kommentiert die Neu-Ansiedlung: „Versprechungen sind gut, aber uns hat vor allem die realistische Startprognose überzeugt.“ Laut Dirks gibt es in Bochum bei insgesamt mittlerweile zehn größeren Call-Center-Unternehmen insgesamt rund 2000 Arbeitsplätze, Tendenz steigend.