Bunte kulturelle Landschaft

Bochum erleben können Besucher auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Aus der einstigen Industriestadt ist eine blühende, lebendige Metropole im Herzen des Ruhrgebiets geworden. Es sind vor allem die vielen Freizeit- und Kulturangebote, die Bochum so anziehend machen und täglich Einwohner und Besucher begeistern. Vom Tierpark über das Bergbaumuseum, das Schauspielhaus und das Musical Starlight Express bis zum Planetarium spannt sich eine interessante Kulturlandschaft.

Kulturelles Zentrum

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele oder interessante Treffs haben aber auch die Stadtteile im Bochumer Osten zu bieten: Das Kulturzentrum Bahnhof-Langendreer zum Beispiel ist ein überregional bekanntes kulturelles Zentrum im Ruhrgebiet im ehemaligen Empfangsgebäude des Bahnhofs Langendreer. 1907 bis 1908 wurde der Bau im modifizierten Jugendstil nach den Plänen des Architekten Schlomeyer als Ersatz zweier alter Bahnhofsgebäude errichtet. 1984 hatte dieser ausgedient. Der Abriss konnte durch eine Bürgerinitiative verhindert werden; sie führte auch die umfangreiche Renovierung durch. 1986 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und gehört inzwischen auch zu den Sehenswürdigkeiten auf der Route der Industriekultur. Neben Gastronomie, Diskothek und einem Kino gibt es mehrere Veranstaltungsräume. Die Halle der Diskothek dient unter anderem auch als Veranstaltungssaal für diverse Konzerte, Kabarett, Comedy, Lesungen und Kindertheater und bietet bis zu 600 Personen Platz.

Haus Laer im gleichnamigen Stadtteil dagegen ist eine Wasserburg und einer der ältesten Adelssitze im Ruhrgebiet. Bereits 890 wird der Hof Lahari (Weideplatz) im Heberegister der Abtei Werden erwähnt. Die Gebäude des Ritterguts wurden im Jahre 940 errichtet. Sein Haupthaus mit Fachwerkmauern ruht auf einer Eichenpfahlgründung aus dem 10. Jahrhundert. Seit 1480 gehörte sie der Familie von Leithen, später ging sie in den Besitz der Familie Frielinghaus über.

Hochzeitswald angelegt

Raus in die Natur ziehen die Harpener Teiche, auch Werner Teiche genannt. Das sind zwei Stillgewässer an der Grenze zwischen Bochum-Harpen und -Werne in der Nähe des Einkaufszentrums Ruhrpark. Ursprünglich wurden sie als Klärteiche des Bergbaus angelegt, heute sind sie ein Naherholungsgebiet. Am Teich brüten Stockenten, Teich- und Blässrallen, Haubentaucher und Schwäne. Außerdem können Graureiher sowie Mehl- und Rauchschwalben beobachtet werden. Die Stadt Bochum hat entlang des Weges Bänke aufgestellt sowie den Hochzeitswald angelegt.