Bürgerwoche geht in Langendreer munter los

Eine Schulband der Willy-Brandt-Gesamtschule spielt schmissige Rock- und Popsongs.
Eine Schulband der Willy-Brandt-Gesamtschule spielt schmissige Rock- und Popsongs.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit einem Familienfest ist die einwöchige Dauerparty gestartet. Mit dabei: Musik, gute Laune, die Wahl der Waffeln und sogar gesundes Obst.

Langendreer.. Die Sonne blinzelt verlegen um die Ecke, der Volkspark füllt sich rasch mit Menschen – doch so richtig hat Lea Sollmann die Menge noch nicht im Griff. „Ihr könnt gerne mitklatschen“, überredet die Frontfrau der Schulband „Chainreaction“ die ersten Besucher der Bürgerwoche zum Mitmachen, was viele von ihnen dann auch bereitwillig tun.

Es ist angerichtet: Die 38. Bürgerwoche Ost ist am Dienstag im Volkspark mit einem großen Familienfest eröffnet worden. Eine Woche lang steht der Stadtbezirk jetzt ganz im Zeichen von Party und guter Laune. „Diese Bürgerwoche ist einmalig in ganz Bochum“, sagt Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche. Besonders lobt sie die vielen Einrichtungen, die am Erfolg der Bürgerwoche beteiligt sind. „Alle machen mit, von den Kitas bis zu den Altenheimen. Das gibt es in keinem anderen Stadtbezirk.“

Kurz vor der Eröffnung die gute Nachricht: Trotz knapper Haushaltslage solle an Traditionsfesten wie die Bürgerwoche oder dem Sturm aufs Bürgerhaus nicht gerüttelt werden. „Das hat mir Stadtkämmerer Manfred Busch eben versprochen“, freut sich die Bezirksbürgermeisterin.

Awo oder Jugendamt? Wer macht die besseren Waffeln?

Zwischen Bratwurst und Reibeplätzchen zeigen sich viele Vereine auf der grünen Wiese von ihrer besten Seite. Unklar ist allerdings, welche Waffeln die besseren sind: die von der Awo oder die vom Jugendamt. „Mir schmecken die Awo-Waffeln besser“, meint eine ältere Dame nach genauem Test lächelnd.

Das lassen die Mitarbeiter des Jugendamtes natürlich nicht auf sich sitzen: „Unsere sind klar besser“, sagen sie lachend. Nebenher möchte das Jugendamt mit dem Waffelstand gerne auch die Nähe zu den Bürgern suchen. „Es kommt schon vor, dass manche mit Fragen oder Problemen auf uns zu kommen, während wir hier Waffeln backen“, sagt Regina Duda, Sachgebietsleiterin für den Stadtbezirk Ost. „Da helfen wir dann natürlich gerne weiter.“

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Junge Band komponiert die Songs selbst

Dass ein Besuch der Bürgerwoche nicht zwingend in ungesundem Fastfood enden muss, beweist die freie evangelische Gemeinde. Hier gibt es leckeres Obst. „Alles von unseren ehrenamtlichen Helfern geschnippelt“, sagt Christine Redelberger. Der Erlös fließt an ein Kinderhilfsprojekt in Brasilien.

Und während sich gerade junge Taekwondo-Kämpfer bereit machen, baut die Band „Chainreaction“ die Instrumente ab. Gleich drei Bands der Willy-Brandt-Gesamtschule sind an diesem Nachmittag aufgetreten. „Wir haben uns vor etwa einem Jahr gegründet“, sagt Sängerin Lea. Gemeinsam mit David (Gitarre), Aurora (Gitarre), Maik (Schlagzeug) und Martin am Bass spielen sie vor allem selbst komponierte Songs in englischer Sprache. „Das hat echt Spaß gemacht“, meint Lea. Und das nächste Ziel? Bochum Total? „Nee“, lächelt sie, „das ist noch weit weg.“