Bücherei erleichtert Zugang zur Bildung

Gerthe. Die Stadt- und Schulbücherei Gerthe ist ein Ort für Kinder und Erwachsene. Das zeigte der Festakt zum 110-jährigen Bestehen der Einrichtung. So feierten das städtische Familienzentrum Heinrichstraße und die Schulband der Anne-Frank-Realschule den Geburtstag der Bibliothek im Schulzentrum Nord (Heinrichstraße) ebenso mit wie etwa 50 Repräsentanten verschiedener Einrichtungen. Gemeinsam brachten sie damit zum Ausdruck: Diese Bücherei ist uns wichtig.

Bezirksbürgermeister Heinrich Donner betonte zum Beispiel mit Blick auf leere städtische Kassen: „Der Zugang zu einer Bücherei erleichtert den Zugang zu Bildung und damit auch den beruflichen Aufstieg.“ Sein Fazit: „Bei allen Sparmaßnahmen darf die Bildung nicht in den Hintergrund treten.“

Einen anderen Blick auf die Stadtteilbücherei hatte Annette Kilfitt, Stadtbücherei Bochum. „So jung wie heute war die Einrichtung nie zuvor“, befand sie. Ständig entwickelten deren Mitarbeiterinnen neue Ideen. Als Beispiel nannte sie die Vernetzung der Bücherei im Bochumer Norden, aber auch die zahlreichen Lesungen mit bekannten Politikern und Autoren seit 2009. Etwa mit Bundespräsident Norbert Lammert sowie den Autoren Fritz Eckenga und Frank Goosen. Die Aktivitäten des Fördervereins „erLesen“ nannte sie vorbildlich.

Dr. Iris Kolan, stellvertretende Vorsitzende von „erLesen“: „Legendär sind die Weinkrimi-Feste im Herbst mit bis zu 200 Besuchern.“ Auch die Kinderferienangebote sowie das jährliche Fest der Lesepaten seien angesagt. „Wir haben ein reichhaltiges Kulturleben auf die Beine gestellt.“