Broschüre dokumentiert 168 Stunden Literatur
14.12.2010 | 16:22 Uhr 2010-12-14T16:22:00+0100
Bochum. „Tugend und Laster“ hieß im September die eine Woche währende Non-stop-Lesung im Museum. Wer nicht dabei war, dem ist mit einer Dokumentation gedient, die jetzt im Unversitätsverlag Brockmeyer erschienen ist.
Das Titelblatt zeigt die einprägsame Grafik von Zarko Radic: zwei Hände, die ein Buch halten; sie war im Herbst das optische Erkennungszeichen der „Tugend und Laster“-Veranstaltung, die vom 3. bis zum 10. September stattfand. In Blöcken zwischen 30 bis 60 Minuten lasen Literaturfans, Hobbyleser, professionelle Literaturanbieter, A-, B-, C- oder Nullprominente aus ihren Lieblingsbüchern.
Gedankenspiele für 2011
Das Ganze endete als ein voller Erfolg. „Sogar morgens um 4 Uhr kamen Interessierte vorbei, um sich vorlesen zu lassen“, erinnert sich Werner Streletz vom Organisationskomitee. Ein Bühnenbild begleitete die Lesungen, die gesamte Veranstaltung wird per Livestream im Internet übertragen. „so konnte man, auch wenn einige Lesebeiträge nicht so gut besucht waren, immer noch die Illusion haben, die ganze Welt sähe dabei zu“, so Streletz mit einem Augenzwinkern.
Für Ralph Köhnen, den 1. Vorsitzenden der Literarischen Gesellschaft, steht fest, dass die literarische Tour de Force in der gesehenen Form wohl nicht wiederholbar ist. „Zwar schwebt uns für den kommenden Herbst eine Neuauflage vor, die sich dann allerdings auf eine 24-Stunden-Lesung beschränken wird“, verrät er die Gedankenspiele für 2011.
Alle Vorleser/innen werden genannt
Das von Ralph Köhnen und Werner Streletz herausgegebene Bändchen ist aber nicht nur eine Dokumentation (alle Vorleser/innen werden namentlich genannt); vielmehr ist es gewiss auch interessant für Leute, die mehr erfahren wollen über die Hintergründe, die Ansichten, die Meinungen und die Gedanken derjenigen, die mittaten, um „Tugend und Laster“ zu einem Erfolg werden zu lassen.
Die Broschüre ist für 7,90 Euro in den Buchhandlungen Napp (Pieperstraße) und Janssen (Brüderstraße) zu haben. Für all jene, die sich an der Nonstop-Lesung beteiligt haben, liegt bis zum Jahresende ein Belegexemplar im Museum abholbereit.

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