Briefmarkensammler Numisphila Bochum e.V. feiern „50.“

Seitenweise Briefmarken:  Seit 1991 ist Friedhelm Strack der erste Vorsitzende des Vereins.
Seitenweise Briefmarken: Seit 1991 ist Friedhelm Strack der erste Vorsitzende des Vereins.
Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Numisphila Bochum e.V. feiert Jubiläum. Vor 50 Jahren taten sich einige Opelaner zusammen. Der erste Vorsitzende erzählt über die Sammelleidenschaft.

Bochum.. Was als kleiner Zusammenschluss von Opelanern begann, begeistert mittlerweile seit Generationen die Sammler der Region: Numisphila Bochum e.V., der Verein für Briefmarken- und Münzsammler, feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Friedhelm Strack ist seit 1991 der erste Vorsitzende des Vereins, und hat über die Sammelleidenschaft viel zu erzählen.

„Ich bin zu den Briefmarken gekommen wie die Jungfrau zum Kind“, so der 70-Jährige. Im Grunde habe ein Nachbar seine Tochter vor Jahren für Briefmarken begeistern können, seine Tochter habe wiederum ihn begeistert. Mittlerweile hat Strack eine immense Sammlung aus Briefmarken, -Umschlägen und Münzen vorzuweisen.

Die beliebten Marken

Vor allem die deutschen Marken haben es ihm angetan. Seien es die Marken der Bundesrepublik von 1949 bis heute, die Berliner Marken oder die des deutschen Reichs im 19. Jhr. „Die Briefmarken erzählen immer auch eine Geschichte. Beispielsweise warum sie gedruckt wurden“, sagt der Sammler. 3000 Euro, so viel ist die teuerste Marke seiner Sammlung wert. Viele hat er durch einen guten Tausch erhalten.

Im Verein, einem von vieren seiner Art in Bochum, befinden sich zur Zeit 46 aktive Mitglieder. Numisphila kann auf eine schöne Geschichte zurückschauen. So konnte der Verein beispielsweise dabei sein, als die zwei Bochumer Briefmarken, einmal von der Stiepeler Dorfkirche und einmal beim 750-jährigen Bestehen der Knappschaft, das Licht der Welt erblickten.

Tauschbörse als Highlight

Aber auch die alljährliche Tauschbörse gehört zu Stracks Highlights: „Wir haben dann sogar Besucher aus Belgien und Holland“, ist der Sammler begeistert. Schade findet er, dass gerade in diesem Jahr keine Sammelbörse stattfindet. Zu spät kam die Zusage der Stadt. Da habe man keine Händler mehr organisieren können.

Nach dem Jubiläum am 10. Januar ist der Verein nun damit beschäftigt, eventuell mit der Ruhr-Universität zum 50-jährigen Bestehen zu kooperieren. Eine Briefmarke werde es zwar mit Sicherheit nicht geben, sagt Friedhelm Strack, vielleicht aber einen Umschlag mit Sonderstempel.

Und auch persönlich hat der Sammler noch große Ziele: „Mir fehlt beispielsweise noch der Posthornsatz. Das ist ein Satz Briefmarken mit einem Posthorn drauf.“ Wenn man ein solch begehrtes Sammlerstück dann aber irgendwann sein eigen nennen dürfe, dann sei das wie Weihnachten und Ostern zusammen.