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Briefkästen - WAZ-Leser widerprechen der Post

20.08.2012 | 19:00 Uhr
Briefkästen - WAZ-Leser widerprechen der Post

Bochum.   Innerhalb von maximal 390 Metern soll jedem Bochumer ein Briefkasten zur Verfügung stehen. So versprach es die Post in einem WAZ-Bericht – und erntet Widerspruch mehrerer Leserinnen und Leser.

„Von der Baumhofstraße 37a sind die nächsten Briefkästen nach 1,0, 1,1 oder 1,3 km (alle Angaben laut www.postfinder.de) erreichbar“, schreibt Helmut Strieder. Bis vor einigen Jahren habe es einen Briefkasten an der Kreuzung Akazienweg (ca. 280 Meter entfernt) gegeben. „Aber der wurde leider entfernt.“

Werner Posner wohnt an der Volmestraße 29. „Bis zu den drei nächsten Briefkästen habe ich folgende Entfernungen gemessen: Briefkasten Castroper Straße 281 = 580 m, Josephinenstraße/Patmosstraße = 600 m, Castroper Str. 203 = 820 m.“

Nicht nur an der Anzahl der gelben Boxen, sondern auch an den Leerungsintervallen der Post gibt es Kritik von WAZ-Lesern.

"Am Wochenende steht nur noch ein Briefkasten zur Verfügung"

„Als ich kürzlich einen Brief samstags auf den Weg bringen wollte, musste ich feststellen, dass ,mein’ Briefkasten samstags und sonntags nicht mehr geleert wird. Am Wochenende steht nur noch ein Briefkasten zur Verfügung. Aber der ist weit entfernt und wird auch nur am frühen Samstag bedient“, berichtet Klaus Helm aus Eppendorf.

„Ich wohne in der Ottostraße und muss ca 500m bis zum Real laufen. Die Briefkästen werden jetzt nur noch einmal am Tag geleert. Es gab Zeiten, da hat man das zweimal am Tag gemacht und da sollte man auch wieder hinkommen“, regt Internetnutzer stefan48 im WAZ-Portal an. „Am Rathaus hat die Post seit Kurzem auch die Sonntagsleerung abgeschafft“, ergänzt mw.bochum.

Ein Lob an die Post hält Prof. Dr. Christian Uhlig bereit: „Richtig ist, dass sehr viele Briefkästen abgebaut wurden. In Querenburg allerdings ist im Technologiequartier einer dazu gekommen.“ Man könne sich „darauf verlassen, dass ein bis 16 Uhr eingelieferter Brief am nächsten Tag beim Empfänger, auch in abgelegenen Orten, ankommt. Das muss erst einmal einer nachmachen!“

Von Jürgen Stahl



Kommentare
21.08.2012
13:27
Briefkästen - WAZ-Leser widerprechen der Post
von horsthausener | #1

Mich beschäftigt in diesem Fall nur eine Frage:

die Paketausfuhr wurde auch mal vorübergehend in einigen Bereichen an Drittgesellschaften übertragen. Sprich der Wagen war Gelb, aber ein längst ausgemustertes Modell und die Fahrer gehörten nicht der Belegschaft an, also vollständig an Dritte ausgelagert.

Dann gab es...Unregelmäßigkeiten verschiedenster Art und siehe da, es wurde schnell zurückgerudert und alles nahm seinen ordnungsgemäßen Gang.

Jetzt war mal zu hören, dass man im Volksmund sogenannte Briefkastenleerungen gerne an Menschen vergeben möchte, welche Touren als Selbständige komplett übernehmen. Eigenes Risiko was Fahrzeug und Versicherungsschutz betrifft.

Wie ist das eigentlich, wenn Menschen dazu "gedrängt" oder "angehalten" werden, eine Selbständigkeit einzugehen, bei der ein Abhängigkeitsverhältnis nur ausschliesslich zu einem Auftraggeber besteht?

Beobachten sie doch mal die Briefkastenleerungen und berichten davon! Auch Gespräche mit Fahrer bringen Infos!

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