Breckerfeld trauert um die beiden Unfallopfer

Eine Stadt steht unter Schock: Breckerfeld im Ennepe-Ruhr-Kreis trauert um das Paar, das durch den Geisterfahrer auf der A 43 ums Leben gekommen ist. Der 28-Jährige und seine 24 Jahre alte Verlobte waren aktiv im Gemeinschaftsleben der Hansestadt. Und sehr beliebt.

Der 28-Jährige, der im vergangenen Jahr seinen Meister als Elektriker gemacht hatte und in einer Breckerfelder Firma arbeitete, sollte am Sonntag eigentlich auf dem Fußballplatz stehen. Er spielte seit Jahren im Mittelfeld für die Spielvereinigung Schwarz-Weiß Breckerfeld. Am Wochenende hätte die Bezirksliga-Partie gegen den SV Langschede angestanden. Doch der Amateurfußballer starb bei dem Horror-Crash. Seine Freundin, eine examinierte Krankenschwester, erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.

„Kurz vor 11 Uhr habe ich die traurige Nachricht von unserem Trainer erfahren“, sagt Udo Baumeister, der Vorsitzende von Schwarz-Weiß Breckerfeld. „Das war ein absoluter Schock.“ Zu dem Zeitpunkt hatte sich unter den Spielern bereits die Nachricht Stück für Stück verbreitet. Sofort war klar: Das Spiel kann nicht stattfinden. Die Ligaleitung setzte es sofort ab. „Unser Trainer hat sich dann aber um 14 Uhr mit den Spielern getroffen, um mit ihnen über die schreckliche Nachricht zu reden.“ Baumeister: „Die beiden waren ganz tolle Menschen. Sie kannte jeder hier.“

Erschüttert ist auch Bürgermeister André Dahlhaus. „Wir alle sind schockiert. Die beiden waren sehr, sehr aktiv in der Stadt.“ Auch er sagt: „Die ganze Stadt Breckerfeld trauert mit den Familien der beiden. Es ist ganz, ganz schrecklich.“

In den sozialen Netzwerken verbreitete sich die traurige Nachricht schnell. Und ebenso die Trauerbekundungen, die zuhauf gepostet werden. „Ihr werdet immer bei uns sein“, ist dort zu lesen. Und: „Sie waren einfach tolle Freunde.“ Bei Facebook haben viele Freunde und Fußball-Kameraden ihre Profilbilder durch ein schwarzes Bild als Zeichen der Trauer ersetzt.