Brandstiftung: Täter muss in die Psychiatrie

Nach einer Brandstiftung in seiner Wohnung ist ein 29-jähriger Bochumer vom Landgericht auf unbefristete Zeit in eine geschlossene Spezialpsychiatrie eingewiesen worden. Er leidet an einer paranoiden schizophrenen Psychose und ist schuldunfähig. Deshalb kann er nicht im juristischen Sinne „bestraft“ werden. Aus Sicherheitsgründen kommt er allerdings gleichwohl in ein Krankenhaus.

Am 12. August des vergangenen Jahres hatte er an drei Stellen in seiner Wohnung in Innenstadtnähe Feuer gelegt. Die Wohnung liegt in einem Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses unweit der Wittener Straße. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, bevor er auf andere Wohnungen des Gebäudes übergriff. Ein Nachbar hatte die Rettungskräfte rechtzeitig alarmiert.

Vor dem Prozess war der Beschuldigte noch nicht geständig, in dem Verfahren, ein so genanntes „Sicherungsverfahren“, dann aber doch. Der 29-Jährige sagte vor Gericht, dass er manchmal Stimmen höre und von Mikrowellen gesteuert werde.