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Bochums Jecken trotzen dem Wintereinbruch

17.01.2016 | 17:00 Uhr
Applaus, Applaus: Der Frühschoppen der Großen Bochumer Karnevalsgesellschaft war gut besucht.Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.   Der traditionelle Frühschoppen im Autohaus Spürkel stand am Sonntag ganz im Zeichen des 80. Geburtstages der Großen Bochumer Karnevalsgesellschaft.

Zum 80. Geburtstag fuhr die Große Bochumer Karnevalsgesellschaft („GroBoKa“) wieder richtig auf. In der Glaskuppelhalle des Autohauses Spürkel war am Sonntag alles geladen, was beim hiesigen Karneval Rang und Namen hat. „Wenn das Wetter gut wird, haben wir hier bis zu 800 Leute“, so Präsident Peter Niemann. Nur dieses Mal spielte das Wetter nicht ganz mit. Zwar ließ die Sonne sich bei der Begrüßung kurz blicken, als wolle sie den Karneval willkommen heißen. Insgesamt war der schneeverhangene Himmel aber eher ungünstig für die Besucherzahlen. Trotz allem wurde es noch recht voll unter der Kuppel.

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Die Jecken ließen sich die Stimmung vom Wetter auch nicht nehmen. Rund 30 Vereine wollten der Groboka gratulieren und Orden austauschen, viele Prinzen aus den umliegenden Städten wie Recklinghausen, Gelsenkirchen, Gladbeck und Werne an der Lippe hatten sich angemeldet. Und das, obwohl der 80. Geburtstag offiziell erst am 23. Januar sein wird. „Wenn der Verein zu uns kommt, dann kommen wir auch gerne zu ihm“, sagt Adjutant Tobi aus Hattingen.

Michael Kern machte die Moderation

Durch das mehrstündige Programm begleitete den Präsidenten der Schlagerstar Michael Kern. Der heizte die Stimmung mit ein paar Liedern auch ordentlich an.

Jecken tanzen und schunkeln

Richtig kalt wurde es den Tanzmariechen bei dem Wetter trotzdem. „Aber wenn wir auf der Bühne stehen und tanzen, dann wird uns schon wieder warm“, erzählt die schlotternde Patricia von der Kolpingspielschar Höntrop. Und sonst habe man ja Stulpen.

Ein wahrer Blickfang unter den zahlreichen Tanzmariechen war bei dem großen Treffen der 17-jährige Michael Zdanowicz. Er war der Hahn im Korb beim Querenburger Karnevalsverein. Als einziger Junge tanzte er bei den Tanzmariechen des Vereins mit. „Da hat mich eine Freundin drauf gebracht. Dann bin ich zum Probetraining gegangen und es war genau mein Ding“, erzählt der Tänzer. Die Sonderstellung als einziger Mann der Gruppe hat er aber nur in der Gruppe selbst, bei den größeren Wettbewerben tummeln sich durchaus ein paar mehr Männer.

Es geht wieder aufwärts

Einen schönen Randpunkt des Programms bot die große Tombola mit 150 Preisen. Hauptgewinn war ein Fahrrad. Der eine oder andere ist aber auch mit einer Kuriosität nach Hause gegangen. Zum Beispiel hatten auch ein Feuerlöscher und ein Abfalleimer eine Losnummer abbekommen.

Dass es mit dem Karneval wieder aufwärts geht, davon ist Peter Niemann absolut überzeugt: „Der Zuspruch bei den Vereinen wird wieder größer, auch hier in Bochum.“ Bei einer so familiären Stimmung, wie sie im Autohaus am Sonntag herrschte, ist das kein Wunder.

Die nächsten Termine:

Am Mittwoch, 3. Februar, findet ab 16 Uhr der Seniorenkarneval der Stadt Bochum im Ruhrcongress statt. Am Samstag, 6. Februar, lädt der Festausschuss Bochumer Karneval ab 11 Uhr auf dem Husemannplatz zum Biwak. Und am Rosenmontag wird um 10 Uhr das Rathaus gestürmt.

Nathanael Ullmann

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Bochums Jecken trotzen dem Wintereinbruch
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2016-01-17 17:00
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