Bochumer "Westkreuz" auf der A 40 soll ab 1. Juni frei sein

Am Montag, 1. Juni, endlich fertig: Das „Westkreuz“ an der A 40.
Am Montag, 1. Juni, endlich fertig: Das „Westkreuz“ an der A 40.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Noch müssen Markierungsarbeiten erledigt und Leitplanken verschraubt werden: Am Montag will Straßen.NRW das Autobahndreieck "Bochum-West" freigeben.

Bochum.. Die letzten neuen Autobahnschilder sind „gepflanzt“, doch noch sind Zufahrten gesperrt. Genau vier Tage bleiben den Baukolonnen noch, um Markierungsarbeiten zu erledigen und Leitplanken zu verschrauben: Und am nächsten Montag, am 1. Juni, soll der Verkehr über alle Fahrbahnen und Brücken des neuen A-40-Autobahndreiecks „Bochum-West“ rollen, das „Westkreuz“.

Endlich!

Denn den symbolischen Spatenstich für das Großprojekt tat noch ein gewisser Oliver Wittke, der einmal Landesverkehrsminister gewesen sein muss. Das war im Mai 2007, freilich muss man dazu auch sagen, dass zu dem bestechenden Vorhaben auch der Ausbau der A 40 auf sechs Spuren zwischen Essen-Kray und Bochum-Stahlhausen gehörte. Wie groß die Umwälzung ist, sieht man ganz gut auch daran, dass heute eine Abfahrt der neuen A 448 „Stahlhausen“ heißt – und die alte „Stahlhausen“ an der A 40 heißt jetzt „Witten/Bochum-Süd.“

Die „Bochumer Lösung“

Das neue Dreieck gehört zur „Bochumer Lösung“, die noch der damalige Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) anstieß: Danach soll eine zweite Autobahnstrecke um Bochum herum führen, um die 40 und die Fahrer zu entlasten. Daran fehlt jetzt nur noch ein anderthalb Kilometer langes Stück im Osten der Stadt, in der früheren Nähe von Opel. Es soll 2018 fertig werden.

„Technische Übergabe“ heißt das Abräumen der Westkreuz-Baustelle bei den Verkehrsplanern, aber es ist für die Fahrer weit bedeutender als der offizielle Festakt. Der ist für den 22. Juni geplant, erwartet wird unter anderem Landesverkehrsminister Groschek (SPD). Der trifft dann auch auf eine höchst ungewöhnliche Verkehrsbeziehung: Die Autobahnauffahrt aus der Stadt in Richtung Essen wird gekreuzt von einer Straßenbahnlinie. „Aber da haben wir eine sichere Lösung gefunden,“ sagt Peter Beiske von „Straßen NRW“.